ANCIENT EXISTENCE – Death Fucking Metal

 
Label: Twilight
Release: 16.05.2008
Von: Stormlord
Punkte: 7/10
Time: 38:42
Stil: Death Metal
URL: Ancient Existence
 
Manchmal ist nicht drin, was draufsteht – in diesem Fall aber doch zu 100%! Stumpf, höllisch groovend und eingängig, dargeboten mit tief gurgelnder und teils fies kreischender Stimme, bricht Death Fucking Metal mal schneller, mal schleppender über den Hörer herein. Und dieser bekommt was er erwartet, sofern er auf Old School Death Metal steht. Kompakt und knackig rollen die Kompositionen heran und scheinen nur wenig Variation zu bieten.
Doch diese kommt etwa beim kurzen langsameren Zwischenspiel im zweiten Stück With Every Human Sin zur Geltung. Diese Taktik wird gegen Ende bei Life Fluid Addiction erneut auflockernd angewandt. Auch das akzentuierte Bassspiel stellt sich als Pluspunkt heraus. In den Konzerthallen dieser Welt wird die eine oder andere Nackenwirbelfraktur zu beklagen sein. Dieses war der zweite Streich, und der dritte Banger folgt sogleich… dabei lädt My Warpath mit seiner getragenen Struktur schon fast zum Death-Metal-Biertisch-Schunkeln ein… aber Spaß beiseite, dieses Liedchen gibt gegen Ende hin schon noch ordentlich Stoff – und auch die eingearbeiteten Glockenklänge sind eine gute Idee für eine etwas unkonventionellere Nuance im sonst sehr gewöhnlichen Stil.
So grooven und hämmern sich ANCIENT EXISTENCE wie in der Vergangenheit auch durch ihr jederzeit für extremen Ausdruckstanz geeignetes Programm. Melodische Leadgitarren finden sich hierbei Gottseidank (oder in Dreiteufelsnamen?) immer wieder in unaufdringlichem Maße und stören das oft stoische Geprügel nicht, sondern ergänzen es.
Doch halt! Da gibt es noch die Hymn For The Doomed, die wirklich mehr als heraus sticht, denn hier bestimmen hochmelodische Gitarren und verfremdeter Klargesang das Bild und man denkt, einer anderen Band zu lauschen! Freunde von Experimenten werden mit der Zunge schnalzen, Traditionalisten seufzen – doch zweitgenannte Gruppe darf den Rest der CD aufatmen, denn von nun an regiert wieder Meister Haudrauf. So sind die knapp 40 Minuten auch recht schnell vorbei und vermitteln das Gefühl eines sehr kurzweiligen Albums mit Unterhaltungswert, das Innovation leider in zu geringer Dosis zulässt Aber welcher Fan von ANCIENT EXISTENCE erwartet das schon? Death Fucking Metal ist angefangen vom Cover über die Attitüde bis zum Sound purer, unverfälschter Death Metal bis aufs Blut!