Ich muss
ja zugeben, dass ich so ein Album schon lange nicht mehr gehört
habe, da mir dieser episch angehauchte italienische Power Metal
a la Rhapsody oder Skylark einfach zuviel und zu gleichförmig
wurde. Meine Vermutungen damals, dass sich das mit der Zeit
aber wieder legen würde, haben sich jetzt mit AIRGED
L’AMH voll bestätigt. Die Griechen spielen
auf The Silver Arm eine trendfreie
Endneunziger Mischung aus den besagten südeuropäischen
Elementen mit einem starken Blind Guardian Einschlag, der vor
allem in den langsameren, tragenderen Passagen (The Arrival)
zur Geltung kommt. Mir macht die ganze Scheibe viel Spaß,
da sehr viele Ohrwurmmelodien darin versteckt sind (Dissention
Seeds) und die Scheibe, bewusst oder unbewusst, die Klischees
ausreizt und damit für mich zu einer Art Standard CD wird.
Man versucht auch gar nicht artfremde Sachen einzubringen, sondern
fährt konsequent seine Schiene, womit AIRGED L’AMH
sicher das richtige tun. Vor 6 Jahren wäre die CD wohl
entweder hochgejubelt worden oder sie wäre im Veröffentlichungswahn
untergegangen. Nachdem die Flut jetzt wohl etwas abgeebbt ist,
kann man die CD als das nehmen was sie ist. Eine handfeste Power
Metal CD, welche stimmlich manchmal etwas zu hoch hinaus will,
welche aber dennoch die Erwartungen der Fans erfüllt und
da nicht mehr tausende solcher CD’s erscheinen, könnte
The Silver Arm eine reelle Chance
haben.