AGONY
sind leider ein erschreckendes Beispiel dafür, wie man
auch nach dem dritten Album noch auf der Suche einem eigenen
Stil geradezu hilflos durch das eigene Songmaterial irren kann.
Klar, an den technischen Fähigkeiten liegt das nicht, denn
da sind die Tschechen definitiv im grünen Bereich. Vielmehr
ist es so, das die gebotene Mischung aus Death und Gothic Metal
in meinen Augen einfach total altbacken und identitätslos
klingt und somit für extrem schnell nachlassendes Interesse
sorgt.
Folglich verbreitet My Turn To Die
auf Dauer auch nichts anderes als gepflegte Langeweile in meinem
CD-Player. Tracks wie Alone, Endless Remorses,
My Turn To Die oder Welcome To My Empire klingen
wie der x-te Aufguss der ewig gleichen Stilelemente in dieser
Musikrichtung. Immerhin hat man sich weitgehend des Frauengesangs
vom letzten Album entledigt (Keyboarderin Petra kommt in dieser
Hinsicht erst beim letzten Track Black Rose richtig
zum Zuge), so dass jetzt Frontgurgler Mrcy quasi alleine für
den Gesang zuständig ist.
Trotzdem: viel positives gibt es über diese CD nicht zu
berichten, auch wenn ich zugeben muss, das es in diesem Genre
durchaus noch wesentlich gruseligere CD's gibt. Allerdings mangelt
es der Musik von AGONY selbst bei der kurzen
Gesamtlaufzeit deutlich an Abwechslung, und zu viele der dargebotenen
Riffs habe ich schon woanders und/oder besser arrangiert gehört.
Zusammen mit der doch recht schwammig klingenden Produktion
sind da einfach nicht mehr als 4,5 Punkte drin.