Nachdem
Peaveville Records nach der Veröffentlichung von Through
The Cracks Of Death (2002) das Interesse an ABSCESS
verloren, haben diese nun bei Tyrant Syndicate, dem Label von
Nocturno Culto und Fenriz (Darkthrone) unterschrieben. Dass
Tyrant Syndicate wiederum mit Peaceville Records zusammenarbeiten,
ist allerdings schon sehr lustig. Wie auch immer. Mit Horrorhammer
liegt nun das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit vor. Und
ihr müsst keine großen Veränderungen im Sound
von ABSCESS befürchten. Wie bereits zu
seligen Autopsy Zeiten geifern sich Chris Reifert und Co durch
Songs mit so freundlichen Titeln wie Drink The Filth,
New Diseases, Hellhole oder March Of The
Plague. Die Produktion von Horrorhammer
ist im Vergleich zu früheren Releases der Band überraschend
sauber ausgefallen. Doch keine Angst! ABSCESS
spielen nach wie vor dreckigen rohen Death Metal und scheißen
auf den großen kommerziellen Erfolg! Der Opener Drink
The Filth kommt schön räudig durch die Boxen
gerattert. Ganz genauso, wie man es von ABSCESS
erwartet. Schnell und absolut unfreundlich klingt der Einstieg
in das Reich von Horrorhammer. Die
früheren Autopsy Recken Chris Reifert und Danny Coralles,
der ehemalige Hexx Gitarrist Clint Bower sowie Bassist Joe Allen
legen mit New Diseases und Poison Messiah
typisch für ABSCESS nach, bevor mit Another
Private Hell ein Song zum Zuge kommt, der klingt, als würde
man eine Nummer der Punkrocklegende Ramones im Death Metal Gewand
ertönen lassen. Well done! Die folgenden Tracks wie When
Witches Burn oder Four Grey Walls killen dann
wieder ohne Ende. Vor allem das brutale Organ von Chris Reifert
ist nach wie vor einzigartig! Horrorhammer
ist geil! An alle Fans von primitivem Death Metal: KAUFEN!