ABHORRENCE - Evoking The Abonimation

Label: Evil Vengeance Records

Release: Februar 2002

Von: Calani

Punkte: 7

Evoking The Abomination hat ja schon ein paar Tage auf dem Buckel, als es kürzlich über den großen Teich geschippert kam. Das Album wurde bereits 2001 von Listenable Records lizensiert und in Europa vertrieben. Die Hard Hardcore Death Metal Fans dürfte dieses Album also längst bekannt sein.
Die Brasilianer legen damit nach nur 2 Demos ihr Debüt Album vor, mit dem sie mehr als deutlich den Fußspuren ihrer Landsleute und Vorreiter Krisiun folgen, mal abgesehen von diversen Morbid Angel Einflüssen. In einer knappen halben Stunde fegen ABHORRENCE mit einer Walze aus ultra brutalem, höllisch schnellem und alles vernichtenden Death Metal über jedermann hinweg und hinterlassen verbrannte Erde.
Nicht, das man ABHORRENCE als billiges Plagiat von Krisiun bezeichnen müsste. Nein, die Jungs beherrschen ihr Metier, sind technisch versiert, bringen ihre Riffs auf den Punkt und setzen gekonnt Breaks und Solis ein. Stellt man obengenannte Bands mit ABHORRENCE auf eine Bühne, würde man kaum Unterschiede bemerken. Weder technisch, noch beim Songwriting. Und genau das ist das größte Manko der Band. Denn Bands wie Krisiun und Morbid Angel gibt es ja schon ( seit langem ) und warum sich mit einer - wenn auch exzellenten - Kopie zufrieden geben, wenn man die Originale haben kann?
Mit einem eigen Stil allerdings, könnten ABHORRENCE zu absoluten Abräumern der Szene werden. Dieses Album ist somit nur was für obengenannte Fans, die nicht genug davon bekommen können ;-) Aber es macht dennoch Spaß und drückt wie Hölle ...

Abhorrence