Evoking
The Abomination hat ja schon ein paar Tage auf dem Buckel,
als es kürzlich über den großen Teich geschippert kam. Das Album
wurde bereits 2001 von Listenable Records lizensiert und in Europa
vertrieben. Die Hard Hardcore Death Metal Fans dürfte dieses Album
also längst bekannt sein.
Die Brasilianer legen damit nach nur 2 Demos ihr Debüt Album vor,
mit dem sie mehr als deutlich den Fußspuren ihrer Landsleute und
Vorreiter Krisiun folgen, mal abgesehen von diversen Morbid Angel
Einflüssen. In einer knappen halben Stunde fegen ABHORRENCE
mit einer Walze aus ultra brutalem, höllisch schnellem und
alles vernichtenden Death Metal über jedermann hinweg und hinterlassen
verbrannte Erde.
Nicht, das man ABHORRENCE als billiges Plagiat von Krisiun
bezeichnen müsste. Nein, die Jungs beherrschen ihr Metier, sind
technisch versiert, bringen ihre Riffs auf den Punkt und setzen
gekonnt Breaks und Solis ein. Stellt man obengenannte Bands mit
ABHORRENCE auf eine Bühne, würde man kaum Unterschiede
bemerken. Weder technisch, noch beim Songwriting. Und genau das
ist das größte Manko der Band. Denn Bands wie Krisiun und Morbid
Angel gibt es ja schon ( seit langem ) und warum sich mit einer
- wenn auch exzellenten - Kopie zufrieden geben, wenn man die
Originale haben kann?
Mit einem eigen Stil allerdings, könnten ABHORRENCE zu
absoluten Abräumern der Szene werden. Dieses Album ist somit nur
was für obengenannte Fans, die nicht genug davon bekommen können
;-) Aber es macht dennoch Spaß und drückt wie Hölle
...
Abhorrence