Hach,
das ist ja mal erfrischend! Endlich mal wieder ein Death Metal
Album das zeigt, das es auch anders wild und brutal zugehen
kann, ohne dabei ausnahmslos auf gnadenlose Blastbeat Orgien
zu setzen. BA’AL inszenieren ihre von einem Intro
und Outro begleiteten Akte anders. Die Songs sind durchweg schnell
und glänzen immer mit geschickten Arrangements und fließenden
Strukturen. Die Erfurter wissen ganz einfach, wie sie zu der
Aggressivität melodischere Akzente setzen und mit dem Tempo
spielen müssen, um die Songs konstant spannend zu halten.
BA’AL hauen so einen Death Metal Knaller der modernen
Schule nach dem anderen raus. Und das Schöne dabei ist
die kompromisslose Einheit mit der Confusion Of Tongues
präsentiert wird. Die Akzente die BA’AL setzen,
lassen jeden einzelnen Song wie aus einem Guss aussehen. Gekonnt
wie sich die beiden Gitarristen die Riffs um die Ohren hauen!
Genauso variabel wie die Tracks auf dem vierten Release sind,
wechselt auch Growl-, Jaul- und Brüllwürfel Julian
Fink die Sprossen auf der Tonleiter. Nach wem die fünf
Jungs klingen? Bolt Thrower steht zwar im Presseflyer, der Mix
aus Amon Amarth und Bloodbath sticht aber um einiges besser.
Auf jeden Fall aber klingt Confusion Of Tongues
nach den Rape Of Harmonies Studios. Die scheinen eine verdammt
heiße Adresse zu sein, wenn man seinen Sound in brachialer
Harmonie meißeln will. Und diesen Sound sollte sich jeder
Death Metaller zu Gemüte führen. Und wer will greift
dann noch auf den Backkatalog zurück. Neben den zwei EPs
seit 2002 hat nicht umsonst die erste full-length Veröffentlichung
The Lilith Complex für Aufsehen gesorgt.