Burning1:
Eine
Band wie TYPE O NEGATIVE bedarf keiner Einführung
mehr. Songs wie Black Nr. 1, Christians Woman
und My Girlfriend’s Girlfriend gehören
in jede Sammlung. Bist du aber neu in der Gothic/ Dark/ Metal
Szene, dann wirst du sicher nicht enttäuscht. Ein TYPE
O NEGATIVE Album zu kaufen ist immer eine tolle Angelegenheit,
solch zynischen Texte bekommt man nirgendwo sonst. 4 Jahre
sind allerdings eine ziemlich lange Periode, um dann mit Life
Is Killing Me ein neues Album zu veröffentlichen,
aber diese Band wird wohl nie in Vergessenheit geraten.
Falls
du mit TYPE O NEGATIVE’s Werken vertraut
bist, weißt du ja, das man mit dem ersten Track immer
verarscht wird. Man erinnere sich nur an die stöhnenden
Mädels auf Bloody Kisses oder
den 1 Minuten Krach auf October Rust.
Diese Jungs sind immer für nen Joke zu haben. Diesmal
gibt’s ein musiklisches Teil, das aber nie die Startmarkierung
verlässt.
Aber
dann gibt es mit I Don’t Wanna Be Me einen
typischen TYPE O NEGATIVE Song. Er hat zwar
nicht die gewohnte düstere Atmosphäre, dafür
mehr den No-Nonsense Ansatz wie z.B. bei Kill All The
White People, ein netter Mitsing-Track mit Standpunkt.
Es ist daher nicht überraschend, das die Jungs I
Don’t Wanna Be Me als Single augekoppelt haben.
Ihr solltet euch auf jeden Fall den dazugehörigen Videoclip
bei Roadrunner ansehen.
Der
Song, der aber wirklich meine Aufmerksamkeit erregte war:
I Like Goils, was als I Like Girls ausgesprochen
wird. Es ist wirklich schon eine ganze Weile her, das ich
solchen Spass beim Texte lesen hatte. Und es scheint, Peter
Steele mag überhaupt keine männlichen Anmachen.
Aber was für eine Art das klarzustellen: “There’s
no way I’m gonna drop the soap” und “I
hate all men including you” ... das ist nur ein
kleiner Vorgeschmack, von dem was man da zu hören bekommt.
Und ich kann garantieren, das es so grob zugeht, das man sich
fast die Hosen nass macht.
Nun
jeden Song zu reviewen ist nicht meine Absicht. Da könnte
ich Tage schreiben, bei all den Elementen, die man so auf
Life Is Killing Me findet. Die Atmosphäre
... die Rückkehr der Sitar ...der zynische Humor ...
der charakteristische Sound ... und natürlich Peter’s
einzigartige Stimme. Also wenn man TYPE O NEGATIVE
schon in der Vergangenheit mochte, wird man hier sicher nicht
enttäuscht. Und Newbies werden sicher schnell erkennen,
warum die Band so bekannt ist.
Ein
besonderes Bonbon zu dieser Review wäre die Tatsache,
das ich dieses Promo direkt von TYPE O’s
Kenny während des Graspop Festivals in Belgien bekam.
Und neben den anderen Bandmitgliedern hatte ich auch ein langes
Gespräch mit Pete Steele. Er hasst Bier, aber wer ist
schon perfekt? Nachdem ich ihre Show gesehen habe, ist es,
als hätten sie die Bühne nie verlassen.
Jussie:
Inmitten von Untergang, Trübsinn und Tragik zeigt das
neue Material der Band eine wiederaufgenommene humorige Seite
von Sänger Peter Steele. Nach ein paar chaotischen Erlebnissen
innerhalb der Band, enterten die fantastischen Vier aus Brooklyn
N.Y. mal wieder das Studio, um so ungefähr das Beste
an Musik seit ihrem letzten Album World Coming
Down hinzulegen. Life Is Killing
Me weist einen viel solideren Ansatz als noch
in den Gründungstagen auf. Songs wie Life Is Killing
Me oder The Dream Is Dead zeigen eine härtere,
kantigere Seite der Band, die vor allem für melodisch
packende Töne bekannt ist. Kenny Hickey’s Gitarre
ist immer präsent und diesmal mit einem eher technischen
Twist aus Riffen und Leads versehen. Es scheint, die Band
bewegt sich mehr in eine ernsthaftere Richtung. Life
Is Killing Me ist die pure Saat eines Genies,
sowohl lyrisch, als auch musikalisch. Josh Silver gibt sein
Allerbestes bei Anesthesia in Sachen innere emotionale
Tiefe. TYPE O NEGATIVE als Ganzes überraschen
immer noch Fans und Rezensenten gleichermaßen mit ihrer
Musik und vor allem bleiben sie dem was sie glauben treu.
Peter Steele‘s lyrisches Konzept kommt zusammen mit
dem neuen Material von Herzen und ist humorvoll. Der charakteristische
Sound seines auf tiefes B gestimmten Basses ist mehr ausgeprägt
bei Songs wie Todd’s Ship God’s (Above All
Thing’s) und A Dish Better Served Coldly.
Um die Rhythmus Sektion am Laufen zuhalten, bleibt Johnny
Kelly bei seinen rhythmischen Beats aus soliden Sound Groove,
straff und entsprechend angepasst. Life Is Killing
Me ist ein Album, welche die wahre Identität
der Band aufzeigt, die immer wieder neue Level erreicht und
den geneigten Hörer überrascht. TYPE O NEGATIVE
haben mal wieder sich selbst getoppt!