TYPE O NEGATIVE – Dead Again

 
Label: SPV/Steamhammer
Release: 19.03.2007
Von: Terrorbiozer
Punkte: 9/10
Time: 77:35
Stil: T-O-N!!!
URL: Type O Negative
 
Also Leute, das war mal eine mehr als nur zufriedenstellende Wiederbegegnung mit TYPE O NEGATIVE!
Obwohl sich doch ein kleiner Schatten des Zweifels in mir breit gemacht hatte, entpuppt sich Dead Again (weltweit veröffentlicht an drei verschiedenen Zeitpunkten) als ebenbürtig mit Bloody Kisses oder October Rust und ist somit eines der besseren Alben.
Wenn ich ehrlich bin, mochte ich die letzten Platten von TYPE O NEGATIVE nicht besonders, mal ausgenommen ein paar Songs wie I Don’t Wanna Be Me oder We Were (Electrocute).
Aber scheiße, was für ein geiles Comeback ist das hier!!!
TYPE O NEGATIVE steigen dann auch gleich wirklich kraftvoll mit dem Titeltrack ein, mit fantastischem Riffing, großartigen Rhythmen, einem sehr eingängigen Refrain in ihrer ureigenen Tradition und einem Ende, welcher diesen Song zu einem fantastischen Ohrwurm macht.
Während der nächsten beiden Tracks (Tripping A Blind Man, The Profits Of Doom) schwelgt die Band in plötzlichen langsam-dann-schnell-Rhythmen und tollen Gesangsexperimenten. Ich glaube, das die Fülle an eher schnelleren Songs auf diesem und dem letzten Album wirklich eine Epoche der Band markieren.
Die Gitarrenarbeit auf Dead Again ist erhaben. Jeder weiß ja, was er in dieser Hinsicht von einem TYPE O NEGATIVE Album zu erwarten hat: zermalmende Riffs, in ihrer puresten Ausprägung und exzellent komponiert.
Ich mag im Besonderen, was sie bei September Sun musikalisch wie textlich kreiert haben. Das ist einer meiner Lieblingstracks und beinhaltet all jene Elemente, die bereits auf vorangegangene Veröffentlichungen sehr markant waren, aber auch Innovatives, zum Beispiel, wenn Peter Steele hier in einer fremden Sprache singt (ich will aber nicht drüber spekulieren, ob und was es für eine Sprache ist).
Der Rest der Songs reiht sich nahtlos auf diesem hohen Level ein. Nichts ist auf Dead Again unnötig oder fehl am Platze. Tracks wie An Ode To Locksmiths beweisen einmal mehr, wie Experimente mit klassischem Riffing zu einem guten Ende führen, während der Rausschmeißer Hail And Farewell To Britain zum Abschied winkt, mit der Überzeugung, Power und der Zuversicht, ein großartiges Album ausklingen zu lassen.
TYPE O NEGATIVE haben hier Großartiges geleistet! Dead Again beweißt eindrucksvoll, das diese Band klang, klingt und immer klingen wird wie TYPE O NEGATIVE, auch wenn die Jungs durchaus in der Lage sind, ihren ureigenen Sound immer wieder neu zu erfinden oder zu verändern, und das mit großartigem Erfolg.