Also
Leute, das war mal eine mehr als nur zufriedenstellende Wiederbegegnung
mit TYPE O NEGATIVE!
Obwohl sich doch ein kleiner Schatten des Zweifels in mir breit
gemacht hatte, entpuppt sich Dead Again
(weltweit veröffentlicht an drei verschiedenen Zeitpunkten)
als ebenbürtig mit Bloody Kisses
oder October Rust und ist somit eines
der besseren Alben.
Wenn ich ehrlich bin, mochte ich die letzten Platten von TYPE
O NEGATIVE nicht besonders, mal ausgenommen ein paar
Songs wie I Don’t Wanna Be Me oder We Were
(Electrocute).
Aber scheiße, was für ein geiles Comeback ist das
hier!!!
TYPE O NEGATIVE steigen dann auch gleich wirklich
kraftvoll mit dem Titeltrack ein, mit fantastischem Riffing,
großartigen Rhythmen, einem sehr eingängigen Refrain
in ihrer ureigenen Tradition und einem Ende, welcher diesen
Song zu einem fantastischen Ohrwurm macht.
Während der nächsten beiden Tracks (Tripping A
Blind Man, The Profits Of Doom) schwelgt die Band in plötzlichen
langsam-dann-schnell-Rhythmen und tollen Gesangsexperimenten.
Ich glaube, das die Fülle an eher schnelleren Songs auf
diesem und dem letzten Album wirklich eine Epoche der Band markieren.
Die Gitarrenarbeit auf Dead Again
ist erhaben. Jeder weiß ja, was er in dieser Hinsicht
von einem TYPE O NEGATIVE Album zu erwarten
hat: zermalmende Riffs, in ihrer puresten Ausprägung und
exzellent komponiert.
Ich mag im Besonderen, was sie bei September Sun musikalisch
wie textlich kreiert haben. Das ist einer meiner Lieblingstracks
und beinhaltet all jene Elemente, die bereits auf vorangegangene
Veröffentlichungen sehr markant waren, aber auch Innovatives,
zum Beispiel, wenn Peter Steele hier in einer fremden Sprache
singt (ich will aber nicht drüber spekulieren, ob und was
es für eine Sprache ist).
Der Rest der Songs reiht sich nahtlos auf diesem hohen Level
ein. Nichts ist auf Dead Again unnötig
oder fehl am Platze. Tracks wie An Ode To Locksmiths
beweisen einmal mehr, wie Experimente mit klassischem Riffing
zu einem guten Ende führen, während der Rausschmeißer
Hail And Farewell To Britain zum Abschied winkt, mit
der Überzeugung, Power und der Zuversicht, ein großartiges
Album ausklingen zu lassen.
TYPE O NEGATIVE haben hier Großartiges
geleistet! Dead Again beweißt
eindrucksvoll, das diese Band klang, klingt und immer klingen
wird wie TYPE O NEGATIVE, auch wenn die Jungs
durchaus in der Lage sind, ihren ureigenen Sound immer wieder
neu zu erfinden oder zu verändern, und das mit großartigem
Erfolg.