THE WOUNDED KINGS – Consolamentum

 
Label: Candlelight Records
Release: 24.02.2014
Von: BRT
Punkte: 8.5/10
Time: 47:37
Stil: Doom Metal
URL: The Wounded Kings
 

Der vierte Longplayer Consolamentum der englischen Doomster  THE WOUNDED KINGS um Frontfrau Sharie Neyland macht im Prinzip dort weiter, wo In The Chapel Of The Black Hand aufgehört hat.
Tonnenschwerer und elegischer, an Dramatik kaum zu überbietender Doom Metal für die düstersten aller nachtschwarzen Stunden. Simple Zeitlupen-Riffs thronen majestätisch über einem satten Rhythmus-Fundament, spärliche Lead-Gitarren (bei denen man hier und da schon mal an frühe Paradise Lost denken muß) und noch spärlichere Orgel-Attacken durchbrechen die Dunkelheit und Sharie Neyland liest dazu beschwörend die allerletzte Messe. Der Schelm, dem jetzt das hipsterige Okkult-Unwort aus der Klappe rutscht, kommt der Sache aber dann doch verdächtig nahe, könnte Consolamentum vor allem denen gefallen, die von Black Sabbath, Jex Thoth oder auch einer weniger drogigen Version von Electric Wizard nicht genug bekommen können. 
Der Opener Gnosis gibt das Level an Dramatik und Monotonie vor, aber vor allem das grandiose Titelstück Consolamentum mit seinen epischen Chören sind richtig großartige Songs, um in Melancholie zu versinken. Dazu gibt es drei kurze instrumentale Interludien, welche die pechschwarze Atmosphäre ein wenig auflockern. Intensiv, majestätisch, hypnotisch und dunkel, Consolamentum ist richtig klasse, kann einen aber auch ganz schön runterziehen. 
Epic-Doomer, die eher Candlemass oder Solitude Aeturnus hören, sollten vielleicht vorher reinhören, THE WOUNDED KINGS beschreiten doch einen etwas anderen Pfad. 8,5 fette Punkte.