TWILIGHT PROPHECIES – Liveattack
Live Demo
Release: 06.09.2002
Von: Calani
 

Kaum das TWILIGHT PROPHECIES auf eigenen Füßen stehen konnten, hat man ein paar Wochen später das erste Demo live auf dem Woodstock Open Air 2002 aufgenommen. Ob sich die Band damit einen Gefallen getan hat, sei mal dahingestellt.
TWILIGHT PROPHECIES wurden im Frühjahr 2002 aus einer Band namens Iron Crow heraus gegründet. Mit den 7 Songs auf diesem Silberling (wobei der letzte Song eine Mortician Coverversion ist) und 4 weiteren Tracks hat man hier bereits das gesamte Material der Band zur Verfügung. Und fairerhalber sollte man auch erwähnen, das einige der Songs noch aus der Iron Crow Zeit stammen und nur etwas umarrangiert wurden. Musikalisch bewegt man sich hauptsächlich in langsameren Death Metal Gefilden mit diversen doomigen oder auch thrashigen Einflüssen. Opener Between The Spheres groovt und doomt sich schon mal recht passabel durchs Gebälk. Was danach kommt, bleibt relativ unspektakulär, was zum einen an dem fürchterlich schlechtem Sound liegt. Teils ist alles sehr matschig und geht bis auf den Gesang im Einheitsbrei unter (besonders The Highest Art). Die Songstrukturen selbst, sofern erkennbar, bieten ebenfalls wenig Abwechslung. Ab und zu tritt man mal auf’s Gaspedal, fällt jedoch stets in nahezu doomige Gefilde zurück. An sich ja eine recht interessante Mischung, die natürlich an Mortician erinnert, nur vermag ich leider keinerlei Akzente zu finden. Liveattack rauscht einfach am Ohr vorbei. Der Band sei empfohlen noch ein paar neue, besser durchdachte Songs zu schreiben, vielleicht ein bisschen Geld zu sparen, um dann 4 Songs professionell auf Silikon zu bannen. So kann zwar die Band nach kürzester Zeit mit einer „Veröffentlichung“ glänzen, aber qualitativ gesehen ist das bestenfalls Mittelmaß.

Twilight Prophecies