Kaum
das TWILIGHT PROPHECIES auf eigenen Füßen
stehen konnten, hat man ein paar Wochen später das erste
Demo live auf dem Woodstock Open Air 2002 aufgenommen. Ob sich
die Band damit einen Gefallen getan hat, sei mal dahingestellt.
TWILIGHT PROPHECIES wurden im Frühjahr 2002
aus einer Band namens Iron Crow heraus gegründet. Mit den
7 Songs auf diesem Silberling (wobei der letzte Song eine Mortician
Coverversion ist) und 4 weiteren Tracks hat man hier bereits das
gesamte Material der Band zur Verfügung. Und fairerhalber
sollte man auch erwähnen, das einige der Songs noch aus der
Iron Crow Zeit stammen und nur etwas umarrangiert wurden. Musikalisch
bewegt man sich hauptsächlich in langsameren Death Metal
Gefilden mit diversen doomigen oder auch thrashigen Einflüssen.
Opener Between The Spheres groovt und doomt sich schon
mal recht passabel durchs Gebälk. Was danach kommt, bleibt
relativ unspektakulär, was zum einen an dem fürchterlich
schlechtem Sound liegt. Teils ist alles sehr matschig und geht
bis auf den Gesang im Einheitsbrei unter (besonders The Highest
Art). Die Songstrukturen selbst, sofern erkennbar, bieten
ebenfalls wenig Abwechslung. Ab und zu tritt man mal auf’s
Gaspedal, fällt jedoch stets in nahezu doomige Gefilde zurück.
An sich ja eine recht interessante Mischung, die natürlich
an Mortician erinnert, nur vermag ich leider keinerlei Akzente
zu finden. Liveattack rauscht einfach
am Ohr vorbei. Der Band sei empfohlen noch ein paar neue, besser
durchdachte Songs zu schreiben, vielleicht ein bisschen Geld zu
sparen, um dann 4 Songs professionell auf Silikon zu bannen. So
kann zwar die Band nach kürzester Zeit mit einer „Veröffentlichung“
glänzen, aber qualitativ gesehen ist das bestenfalls Mittelmaß.
Twilight
Prophecies |