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SHALT SUFFER - Somnium |
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Label: Candlelight Records
Release: 2000
Von: Psycho
Punkte: 9
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Hierbei handelt es sich um die zweite Veröffentlichung
dieses Projektes von Ihsahn, der ja bekanntlich der Frontmann von
Emperor ist. Gewidmet hat Ihsahn dieses Werk seiner Frau Ihriel.
Enthalten sind 10 Stücke, die in den letzten Jahren entstanden und
nun endlich auf eine CD gebracht wurden. Songtitel gibt es jedoch
keine, und die Verpackung ist zwar optisch passend, aber eher bescheiden
zu nennen. Nun, schließlich sollte ja auch die Musik die Hauptrolle
spielen... Doch ist Vorsicht geboten! Zwar serviert Ihsahn auch
diesmal keine leichte Kost, doch Black Metal oder gar Gitarren oder
Schlagzeug sucht man auf diesem Album vergeblich. Statt dessen begibt
sich Ihsahn mit TSS in klassische Gefilde, deutlich
beeinflußt von Komponisten wie Satie, Schönberg oder Strawinsky.
Allerdings lassen sich gelegentliche Industrial-Einflüsse ebenfalls
nicht verleugnen, wodurch Somnium immer spannend und
abwechslungsreich bleibt, erzeugten Stimmungen jedoch genügend Raum
gibt, sich zu entfalten. Dabei schwankt Ihsahn zwischen morbidem,
chorgeschwängertem Bombast, schwermütig verspielten, fast schon
barock zu nennenden Stücken und eher atmosphärisch und breitflächig
angelegten Sounds. Das ganze klingt demzufolge äußerst düster, und
als Orientierungshilfe könnte man hier die von Emperor interpretierten
Stücke auf der Thorns vs. Emperor-CD nennen,
vor allem Thus March The Nightspirit. Einziger Wermutstropfen,
neben der nach so langer Vorbereitungszeit etwas kurzen Spielzeit
von ca. 40 min, ist die Tatsache, daß es sich bei allen Instrumenten
um Samples handelt. Allerdings war auch (leider!) nicht zu erwarten,
daß Candlelight für ein Nebenprojekt ein ganzes Orchester finanziert.
Dafür ist Somnium die einzig mir bekannte Veröffentlichung,
auf der Ihriel annehmbar singt (auch wenn ihr Auftritt reichlich
kurz geraten ist)! Kaum zu glauben, aber wahr... Allerdings ist
dies beileibe nicht der einzige Grund, mal in diese CD rein zuhören.
Wer gelegentlich gerne einen guten Soundtrack hört (z.B. Hellraiser,
Silence of the Lambs, Dracula etc.) oder Musik in Richtung Elend
mag, der dürfte auch an diesem Album seine dunkle Freude haben.
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