THE RUINS OF BEVERAST – Foulest Semen Of A Sheltered Elite

 
Label: Ván Records
Release: 11.09.2009
Von: Haris
Punkte: 8.5/10
Time: 79:49
Stil: Black Metal
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Mit knapp 80 Minuten düsterster, mystischer Schwarzkunst versorgt uns Meilenwald, seines Zeichens Drummer der zeitig zu Grabe getragenen deutschen Black Metal Pioniere Nagelfar. Und gleich mit dem Einsteiger I Raised This Stone As A Ghastly Memorial zieht uns THE RUINS OF BEVERAST knappe 11 Minuten in die finsteren Abgründe des kreativen Kopfes Alexander von Meilenwald, der auf dem Drittwerk beweist, dass der so genannte orthodoxe Black Metal äußerst fruchtbar in regelmäßigen Abständen musikalische Perlen hervorbringt. Schleppend und zäh, aber zu keinem Zeitpunkt überflüssig oder langweilig wird Spannung aufgebaut, die Vocals wechseln zwischen erhabenen Chorälen und tiefem Death Metal Grunts mit hohen Wiedererkennungswert – ein gelungener Einstand, der bisweilen von der Grundstimmung an die sträflichst unterbewerteten deutschen Death Doomsters Torchure auf ihrem Geniestreich Beyond The Veil oder auch an ganz alte My Dying Bride erinnert. Im Laufe des Albums wechselt Meilenwald sehr geschickt und mitreißend das Tempo, mal fließt der Sound äußerst zäh und brutal doomig durch die Gehörgänge (wie in dem gigantischen Epos Mount Sinai Moloch), mal wird schwarzmetallisch gebrettert (wie in dem rasenden God’s Ensanguined Bestiaries) oder beide vermischen sich wie im unheilvollen Albumhighlight Kain’s Contenance Fell.
Wenn man dabei noch beachtet, dass Meilenwald sämtliche Instrumente samt Vocals selbst übernommen hat und dabei sowohl in der Saiten- als auch Trommelfraktion in kompositorischer Hinsicht ungemein homogen rüberkommt, sollte Euch die Kaufentscheidung für Foulest Semen Of A Sheltered Elite – dem idealen Begleiter für die dunkle Jahreszeit – abnehmen.