Mit
knapp 80 Minuten düsterster, mystischer Schwarzkunst versorgt
uns Meilenwald, seines Zeichens Drummer der zeitig zu Grabe
getragenen deutschen Black Metal Pioniere Nagelfar. Und gleich
mit dem Einsteiger I Raised This Stone As A Ghastly Memorial
zieht uns THE RUINS OF BEVERAST knappe 11 Minuten in
die finsteren Abgründe des kreativen Kopfes Alexander von
Meilenwald, der auf dem Drittwerk beweist, dass der so genannte
orthodoxe Black Metal äußerst fruchtbar in regelmäßigen
Abständen musikalische Perlen hervorbringt. Schleppend
und zäh, aber zu keinem Zeitpunkt überflüssig
oder langweilig wird Spannung aufgebaut, die Vocals wechseln
zwischen erhabenen Chorälen und tiefem Death Metal Grunts
mit hohen Wiedererkennungswert – ein gelungener Einstand,
der bisweilen von der Grundstimmung an die sträflichst
unterbewerteten deutschen Death Doomsters Torchure auf ihrem
Geniestreich Beyond The Veil oder auch an ganz alte My Dying
Bride erinnert. Im Laufe des Albums wechselt Meilenwald sehr
geschickt und mitreißend das Tempo, mal fließt der
Sound äußerst zäh und brutal doomig durch die
Gehörgänge (wie in dem gigantischen Epos Mount
Sinai Moloch), mal wird schwarzmetallisch gebrettert (wie
in dem rasenden God’s Ensanguined Bestiaries) oder
beide vermischen sich wie im unheilvollen Albumhighlight Kain’s
Contenance Fell.
Wenn man dabei noch beachtet, dass Meilenwald sämtliche
Instrumente samt Vocals selbst übernommen hat und dabei
sowohl in der Saiten- als auch Trommelfraktion in kompositorischer
Hinsicht ungemein homogen rüberkommt, sollte Euch die Kaufentscheidung
für Foulest Semen Of A Sheltered Elite –
dem idealen Begleiter für die dunkle Jahreszeit –
abnehmen.