2 Jahre ist es schon her, dass die Recken
aus dem Norden Deutschlands ihr Erstlingswerk Of
Warriors And Heroism auf die Menschheit losgelassen
haben, ein Stück Musik, das nicht nur mich vollkommen
überzeugen konnte. Im Laufe der Zeit haben sich TRIMONIUM
einen gewissen Status erkämpft und sind unbedingt zu
erwähnen, wenn man von Deutschen Black Metal Bands spricht
– und dass sie auch live einiges zu bieten haben dürfte
wohl den meisten bekannt sein, nachdem die Vier doch ziemlich
viel unterwegs sind und dabei schon diverse Bühnen geentert
haben.
Somit
war ich natürlich schon sehr gespannt auf den Neuling
Blow The Horns, nachdem die Messlatte nach dem Debüt
doch recht hoch gesteckt war. Eines fällt gleich zu Beginn
auf: die Musik ist irgendwie rotziger, thrashiger geworden
und es wird nicht mehr ganz so oft mit den Melodien gespielt
– hatte ich bei Of Warriors And Heroism
als Vergleich noch Kampfar angegeben, so sind diese Einflüsse
auf der neuen Scheibe seltener hörbar. Das sollte der
Stimmung aber keinen Abbruch geben, denn noch immer wird hier
auf treibende, intensive Melodien wert gelegt – allerdings
muss man sich intensiver mit der Materie auseinandersetzen,
denn es bedarf doch einiger Durchgänge, bis sich die
Atmosphäre komplett entfalten kann. Und gerade das macht
Blow The Horns so interessant –
umso öfter man die Scheibe hört, desto mehr Raffinessen
kann man erkennen. Wie auch auf dem Vorgänger hat man
hier soundtechnisch kaum etwas falsch gemacht und dem Album
wohl einen nahezu perfekten, räudigen Sound aufgesetzt,
der die Gitarren trotzdem voll und ganz zur Geltung bringt.
Schade nur, dass die Lyrics weder in Booklet noch auf der
Homepage angegeben sind, da sie doch ein essentieller Part
eines Albums sind.
Wem
Of Warriors… gefallen hat,
der sollte Blow The Horns ebenfalls
antesten, auch wenn das Album etwas anders funktioniert, entfaltet
es noch immer dieselbe Wucht. Horns Up!