Ein
neues Label, neue Bands, neue Veröffentlichungen. Entdeckungsreise.
Mein erster Kontakt mit BadGod Music und seinen Künstlern
ist TRILLION RED, das aus San Francisco stammende Duo
Patrick Brown und Max Woodside. Musikalisch referiert man in
Richtung Jesu, Isis und Cult Of Luna, also diverse Spielarten
des Post Rocks.
Die vorliegende 4-Track EP Two Tongues ist bereits
seit 2007 im Umlauf und wurde nun über das Label wiederveröffentlicht,
während TRILLION RED aktuell an ihrem ersten Album
arbeiten.
Two Tongues ist recht experimentell, teilweise
progressiv, streift durch diverse Genres und nimmt von dort
die verschiedensten Einflüsse auf und entwickelt ob des
Gesanges, besonders beim Opener No Visible Help (Hold Tight!),
einen gewissen Suicidal Tendencies Vibe. Forging Two Tongues/A
Reckoning beginnt düster, geht aber recht fix in eine
wüste Tour de Force über, bevor man sich wieder besinnt.
Zwei Zungen eben. Dieses Wechselspiel wird wiederholt und ufert
dabei noch ein kleines bisschen mehr ins Verrückte aus.
Right Over To The Helm ist in seiner ersten Hälfte
ein sehr ruhiger Track und entspricht wohl am ehesten dem klassischen
Post Rock Bild. Danach wird es ein wenig lauter und ruppiger.
Im Grunde sind das zwei Songs in einem. Der letzte Song Lullaby
macht seinem Namen alle Ehre, wenn auch auf eine sehr spookige
und düstere Weise.
Ich mag den Stilmix den TRILLION RED hier präsentieren,
vermisse aber noch sowas wie einen roten Faden oder einen Rahmen.
Two Tongues klingt noch recht… unorganisiert,
wild und sehr spontan. Macht mich aber neugierig auf die erste
Langrille der Kalifornier.