Dem
Teufel sei Dank, dass diese musikalische Apokalypse nicht länger
andauert! Die drei Musiker haben es auf der selbstbetitelten
EP geschafft, extrem okkulte Klänge zu erschaffen, die
ein Gefühl des Unbehagens und leichte klaustrophobische
Zustände hervorrufen. Also Achtung, denn hier wird abseits
von konventionellem Black Metal getrümmert, industriell
ausgelegte Drums treffen auf eine hasserfüllt herausgebrüllte
Stimme, die überraschenderweise von einer Dame namens Hecate
stammt.
Nach dem furchteinflößenden
ersten Titel Inception rotzen uns diese drei Amerikaner
in eineinhalb Minuten mit dem netten Kiss The Fist
einen schwer verdaulichen Brocken vor den Latz, bevor es mit
Ambientklängen schaurig weitergeht. Hier flüstert
Madame Hecate zu entspannten Sounds, aber ich habe jederezit
das Gefühl, dass sie - einer Raubkatze auf der Lauer
gleich - zum tödlichen Sprung ansetzen wird. Und wirklich
– TREACHERY ziehen das Tempo immer mehr an und
Hecate beginnt Gift und Galle zu spucken.
So entsteht ein Werk, das industrielle Beats, Ambientklänge
und wüsten Black Metal verbindet. Manchmal entsteht der
Eindruck einer Klangcollage, die weit von herkömmlichem
Strophe/Refrain-Aufbau entfernt ist. Melodien sind hier auch
Mangelware oder verstecken sich hinter schräg klingenden
Klangschichten. Sie treten bei öfterem Hören beim
besten Stück Could Not Find Her Heart hervor und
stellen für mich eine wohlklingende musikalische Oase
inmitten von recht schwer fassbaren (und damit hörbaren)
apokalyptischen Klangkreationen dar.
Somit sei TREACHERY
nur jenen empfohlen, die dunkle, niederschmetternde, durch
Mark und Bein fahrende Sounds bevorzugen und auf Melodien
wenig Wert legen. Für mich herrscht hier eher musikalisches
Chaos und die akustischen Höhepunkte sind zu rar gesät.
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