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Frage:
steigert es die Verkaufszahl einer CD wenn auf dem Cover eine
Halbnackte Frau, die, so scheint es, grad aus der Dusche gekommen
ist, hockt? (Und ich spreche hier von einer Metal CD!) Aber das
tut jetzt mal nichts zu Sache denn es geht hier um mehr als um
nackte Frauen (sorry Jungs), es geht um TRAIL OF TTEARS,
eine Band aus Norwegen, die nicht nur das Label und die Sängerin
gewechselt hat, nein, es mußte auch ein anderer Stil her.
Also man erkennt schon noch, daß hier mal Gothic Metal à
la Theatre Of Tragedy angesagt war, nur jetzt ist noch dieser
leichte "ich bin böse und spiele Black Metal" Touch
dazugekommen, und nicht zu vergessen der "ich bin intellektuell
und habe eine Opernsängerin" Touch. Die Mischung: seltsam,
gewöhnungsbedürftig und nicht gerade sehr originell.
Als erstes wird man mal mit einem endlos langen supermelodischen
Keyboardintro konfrontiert und was danach kommt ist Frauengesang,
mystische Parts, die aus einem Horrorfilm stammen könnten
und gaaaanz böser Grunzgesang. Klingt alles relativ ok, nur
wie gesagt nicht gerade originell. Es wird intenisv mit Keyboardsound
gearbeitet, ab und zu gibts auch mal coole Gitarrenriffs und Melodien
zu hören (ganz gut in Sign Of The Shameless) aber
alles in allem nichts was auf die Dauer wirklich hängen bleibt.
Und der weibliche Operngesang wirkt manchmal eher nervend (Nightwish
könnens besser). Eher gelungen ist In Frustration's Preludium,
ein rein instrumentales Lied, und auch dessen Nachfolger In
Frustration's Web ist nicht so schlecht und glänzt mit
einem schönen Gitarrenriff. Nett...bis die Sängerin
wieder anfängt ihre Opernstimme einzusetzen!
Fazit: unspektakulärer Gothic-Black Metal, der ab und zu
ganz nette Passagen aufweist.
Trail
Of Tears |