TRAIL OF TEARS - Profoundemonium

 
Label:
Napalm Records

Release: 2000

Von: Caro

Punkte: 6
 

     
Frage: steigert es die Verkaufszahl einer CD wenn auf dem Cover eine Halbnackte Frau, die, so scheint es, grad aus der Dusche gekommen ist, hockt? (Und ich spreche hier von einer Metal CD!) Aber das tut jetzt mal nichts zu Sache denn es geht hier um mehr als um nackte Frauen (sorry Jungs), es geht um TRAIL OF TTEARS, eine Band aus Norwegen, die nicht nur das Label und die Sängerin gewechselt hat, nein, es mußte auch ein anderer Stil her. Also man erkennt schon noch, daß hier mal Gothic Metal à la Theatre Of Tragedy angesagt war, nur jetzt ist noch dieser leichte "ich bin böse und spiele Black Metal" Touch dazugekommen, und nicht zu vergessen der "ich bin intellektuell und habe eine Opernsängerin" Touch. Die Mischung: seltsam, gewöhnungsbedürftig und nicht gerade sehr originell. Als erstes wird man mal mit einem endlos langen supermelodischen Keyboardintro konfrontiert und was danach kommt ist Frauengesang, mystische Parts, die aus einem Horrorfilm stammen könnten und gaaaanz böser Grunzgesang. Klingt alles relativ ok, nur wie gesagt nicht gerade originell. Es wird intenisv mit Keyboardsound gearbeitet, ab und zu gibts auch mal coole Gitarrenriffs und Melodien zu hören (ganz gut in Sign Of The Shameless) aber alles in allem nichts was auf die Dauer wirklich hängen bleibt. Und der weibliche Operngesang wirkt manchmal eher nervend (Nightwish könnens besser). Eher gelungen ist In Frustration's Preludium, ein rein instrumentales Lied, und auch dessen Nachfolger In Frustration's Web ist nicht so schlecht und glänzt mit einem schönen Gitarrenriff. Nett...bis die Sängerin wieder anfängt ihre Opernstimme einzusetzen!
Fazit: unspektakulärer Gothic-Black Metal, der ab und zu ganz nette Passagen aufweist.

Trail Of Tears