Klasse!
Einfach großartig! Schon die Einleitung Introduction:
Let's Experiment begeistert und erinnert mich dabei vehement
an A Flock Of Seagulls, ein Eindruck, der sich später noch
das eine oder andere Mal wiederholen soll.
Mit ihrem siebten Album Tao Of The Dead schwimmen
sich die Wahl-Texaner frei. Dank wiedergewonnener kreativer
Unabhängigkeit durch ein eigenes Label und Rückbesinnung
auf die eigenen Wurzeln, können Conrad Keely und Jason
Reece nun all ihren Ideen ungehemmt freien Lauf lassen. Und
es darf angenommen werden, das Tao Of The Dead
die Kritiken des Vorgängers The Century Of Self
noch überflügeln wird.
Generell führen sie den Weg, den sie auf dem Vorgänger
eingeschlagen haben, fort, verdichten und intensivieren jedoch
Gitarrenwände, Melodien und Harmonien zu einem einzigartigen
Klangkosmos mit Gänsehautatmosphäre. Der Wechsel der
Dynamiken und Stimmungen ist einfach unglaublich! …AND
YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD sind wahre Meister
darin, den Hörer durch eine Achterbahn der Emotionen zu
jagen. Das ist ein Wechselbad der Gefühle, laut - leise,
von heiter bis melancholisch, alles dabei, in zahlreichen Nuancen
und Facetten. Ganz famos ist da der Mittelteil bestehend aus
dem düsteren Fall Of The Empire, dem folgenden,
fast heiteren The Wasteland und dem dann wieder spröden
Spiral Jetty, welches sich im hart rockenden Weight
Of The Sun entlädt. Aber das eigentliche Highlight
folgt erst am Ende mit dem mit dem 16 minütigen, 6-teiligen
Tao Of The Dead Part II: Strange News From Another Planet.
Das ist ganz großes Kino. Tao Of The Dead
ist definitiv eins der Highlights auf dem Rock-Sektor im noch
jungen Jahr 2011.