T.O.Y. - White Lights
Label: E-Wave
Release: 26.05.2003
Von: Demone
Punkte: 4
 

Einstmals gehörten T.O.Y. zur Speerspitze der deutschen Electronic Body Music, aber da war sowieso noch alles anders. Da hießen sie noch Evil’s Toy und hatten treibende, melodiöse Düster-Electrohits wie Angels Only, Transparant Frequencies und Lucifer’s Garden im Repertoire. Doch dann beschloss die Band, das „Evil“ aus dem Namen zu streichen und fortan poppigere Musik zu machen. Die erste Platte unter neuem Namen, Space Radio, war schon orange statt dunkel gehalten, die neue CD White Lights ist weiß. Und das sagt eigentlich schon vieles. Es ist ja nicht schlecht, was das Duo da produziert, aber gut eben auch nicht mehr. Irgendwie klingt die Platte beliebig. Jedes Lied an und für sich klingt ganz nett, aber sehr poppig-weichgespült. Auf Dauer der ganzen CD wird das dann wirklich langweilig. Einzig der Song Long Distance erinnert entfernt an frühere, goldene Zeiten – zwar ist auch dieses Lied sehr poppig, aber das alte Feuer scheint noch durch. Sie hören sich nun an wie Wolfsheim, schreibt das Label – aber dazu liegt die Messlatte zu hoch: T.O.Y. fehlt der letzte Pep, und auch von Wolfsheims Tiefe und Melancholie sind sie weit entfernt. Noch schlimmer ist, dass T.O.Y. es toll finden, dass „Superstars“-Jurymitglied und Radiomoderator Thomas Bug die Platte gelobt hat (heißt es im Platteninfo). Das heißt nun wirklich alles.

T.O.Y.