TOTHEM – s/t

 
Label: Demo
Release: 2003
Von: Dajana
Punkte: -/-
Time: 16:32
Stil: Gothic Rock
URL: Tothem
 

Die römische Gothic Rock Formation TOTHEM gibt es seit 1998 und hat soweit zwei Demos veröffentlicht. Mit neuem Bassisten und einer Zusammenarbeit mit Starship Records ist die vorliegende selbstbetitelte EP entstanden, die aus zwei Songs des letzten Demos Prey und zwei neuen Songs bestehen müsste. Genau weiß ich das nicht, da sich meine Italienisch-Kenntnisse nur auf die üblichen Höflichkeitsfloskeln beschränken, Infos sind da schwere Kost.
TOTHEM lebt vor allem von der umwerfenden Stimme von Roslen Bondi, die ein weites Spektrum abzudecken vermag, oftmals in opernhafte Gefilde agiert, ohne dabei aber überdreht, zu hoch oder affektiert zu wirken. Musikalisch wird Metal mit Gothic gemixt, fließen symphonische Elemente ein und wird der Gesang um die Growls von Gitarist Danilo ergänzt, der aber nicht wirklich Akzente setzen kann. Die letzen beiden Tracks Poisened Heart und Angel fallen in dezent experimentelle, psychedelische Sounds mit jazzigen Touch, ergänzt durch ein paar Flötentöne. Das Ganze erinnert mich zuweilen an die Experimental-Extremisten von Atrox in einer gezähmten Version. Demzufolge klingt das Ganze schon mal recht schräg und gewöhnungsbedürftig, offenbart aber auch gleichzeitig Talent und Mut, mal was anderes als der Mainstream zu machen. Und TOTHEM haben ein gewisses Flair, das wohl nur Italiener so hinbekommen. Roslen ist toll, am Rest muss noch fleißig gefeilt werden.