Die römische
Gothic Rock Formation TOTHEM gibt es seit 1998
und hat soweit zwei Demos veröffentlicht. Mit neuem Bassisten
und einer Zusammenarbeit mit Starship Records ist die vorliegende
selbstbetitelte EP entstanden, die aus zwei Songs des letzten
Demos Prey und zwei neuen Songs bestehen
müsste. Genau weiß ich das nicht, da sich meine Italienisch-Kenntnisse
nur auf die üblichen Höflichkeitsfloskeln beschränken,
Infos sind da schwere Kost.
TOTHEM lebt vor allem von der umwerfenden Stimme
von Roslen Bondi, die ein weites Spektrum abzudecken vermag,
oftmals in opernhafte Gefilde agiert, ohne dabei aber überdreht,
zu hoch oder affektiert zu wirken. Musikalisch wird Metal mit
Gothic gemixt, fließen symphonische Elemente ein und wird
der Gesang um die Growls von Gitarist Danilo ergänzt, der
aber nicht wirklich Akzente setzen kann. Die letzen beiden Tracks
Poisened Heart und Angel fallen in dezent
experimentelle, psychedelische Sounds mit jazzigen Touch, ergänzt
durch ein paar Flötentöne. Das Ganze erinnert mich
zuweilen an die Experimental-Extremisten von Atrox in einer
gezähmten Version. Demzufolge klingt das Ganze schon mal
recht schräg und gewöhnungsbedürftig, offenbart
aber auch gleichzeitig Talent und Mut, mal was anderes als der
Mainstream zu machen. Und TOTHEM haben ein
gewisses Flair, das wohl nur Italiener so hinbekommen. Roslen
ist toll, am Rest muss noch fleißig gefeilt werden.