Puh, da
hab ich mir etwas aufgehalst ... Ehrlich gesagt, kann ich mit
dem sehr angestaubt wirkenden Sound der deutschen Ur-Metalcore
Band so richtig gar nichts anfangen. Zwar bin ich großer
Fan von Celtic Frost (in Ansätzen rauszuhören), konnte
aber wenig bis gar nichts der Carnivore’schen Musik abgewinnen
und die Vergleiche mit Laibach und den Einstürzenden Neubauten
sind eher an den Haaren herbeigezogen. Eisenvater mag als Vergleich
passen, kennt aber heute eh keiner mehr.
Nun ja, es dominiert schneller, meistens stumpfer und dumpfer
Sound, der 1988 jeden Thrasher hinter dem Ofen hervorgelockt
hätte, heute aber unter Tonnen von Staub erst freigeschaufelt
werden muss. Herausragend sind sicherlich die langsameren Stücke,
die eher an Hellhammer erinnern, abschreckend wirkt jedoch der
sehr militärisch wirkende Gesang.
Klingt alles authentisch, der Sound könnte direkt aus genannter
Zeit stammen und man hört den Kollegen auch das Herz an,
das in den Sound gesteckt wurde, mich berührt das allerdings
gar nicht. Gebe mal keine Bewertung ab, die wäre wohl nicht
fair.
Fans lieben sie und die Kritiker hassen sie, das weiß
man, der geneigte Fan wird sich die Platte eh zulegen.