Kein
Wunder! Bei dem Sound den TORTURE SQUAD hier rausballern,
kann das nur eine phänomenale Show beim Wacken Open Air
Metal Battle 2006 gewesen sein. Sind die Brasilianer seit den
frühen 90ern zusehends immer dicker im Südamerikanischen
Geschäft (Gigs mit Anthrax, Kreator, Exodus, Overkill,
Dimmu Borgir und Co. sprechen da eine eindeutige Sprache) wird
jetzt, mit dem Gewinn des Metal Battles im Rücken, Deutschland
und Europa heftigst attackiert! Und diese Thrash Metal Attacke
mit fettem Old School Touch und gelegentlichen Ausflügen
in die Death Metal lassen wir uns doch gerne gefallen! Vor allem,
wenn Hellbound anstatt glatt zu sein fein rotzig
klingt! Baut das Intro MMXII noch eine gewisse Theatralik
auf, wird die durch den Opener Living For The Kill gnadenlos
und brutal kurz und klein geprügelt. Genauso erbarmungslos
und teilweise im Uptempo-Bereich agierend wütet The
Beast Within. Diese beiden Songs geben neben Fist-In-Your-Face-Feeling
ganz klar die Marschrichtung für den Rest von Hellbound
an: Hier regiert Headbangerfreundliche Aggression bis ins Knochenmark.
Und dabei glänzt das Songwriting durch und durch mit Abwechslung.
Old School Destruction, Kreator oder Sepultura Anleihen können
ebenso ausgemacht werden, wie moderne rüde Riffs und Soli
sowie Tempoverschärfungen und –drosselungen die von
genreüblichen Breaks eingeläutet werden. Als Bastard
seinesgleichen kann da ruhigen Gewissens Chaos Corporation
in diesem Zusammenhang genannt werden. Um den Tonnen von Spielwitz
gerecht zu werden, zieht Frontsau Vitor Rodrigues ebenfalls
sämtliche Aggressionsregister auf der Tonleiter. Und das
ist auch gut so, die doch teilweise im 6 oder 7 Minuten Sektor
angesiedelten Songs knallen so in angenehmer Kurzweiligkeit.
Und das macht Lust auf mehr! Dann werde ich mal sehen dass ich
die ersten 4 Langrillen von TORTURE SQUAD in die Finger
bekomme!