TREES OF ETERNITY – Hour Of The Nightingale

 
Label: Svart Records
Release: 11.11.2016
Von: Dajana
Punkte: -/10
Time: 62:44
Stil: Doom Metal/Dark Rock
URL: Trees Of Eternity
 

2009 trafen Gitarrist/Komponist Juha Raivio und Sängerin/Songwriter Aleah Starbridge aufeinander, als Aleah das Lied Lights On The Lake (Horror, Part III) vom Album New Moon der finnischen Doom/Death Metaller Swallow The Sun mit ihrer Stimme veredelte. Zwei Seelenverwandte, Musiker, Künstler, für einander bestimmt. Aus dieser Zusammenarbeit entstand TREES OF ETERNITY.
Zunächst nur als Akustik-Projekt gedacht, wuchsen die TREES OF ETERNITY zu einer richtigen Band, veröffentlichten 2013 das Demo Black Ocean und arbeiteten danach jahrelang, neben den jeweiligen Hauptbands der Beteiligten, am Debüt Hour Of The Nightingale.
Leider, leider verstarb Aleah Starbridge im letzten Jahr in der finalen Phase der Albumproduktion mit nur 39 Jahren und erlebte die Veröffentlichung des Debüts nicht mehr. 

TREES OF ETERNITY und Hour Of The Nightingale sind nun das Vermächtnis von Aleah Liane Stanbridge, einer poetischen Künstlerseele und einer ganz wunderbaren Sängerin. Aber nicht nur, denn Band und Album waren ihr von Anfang an gewidmet. Ihr und ihrer ätherisch schönen Stimme, welche das Album allzeit dominiert und das ihr geradezu auf den Leib geschrieben wurde.  
Und Hour Of The Nightingale erscheint im Nachhinein wie eine Vorhersehung. Ein Album lyrisch gefüllt mit Trauer, Schmerz und Verzweiflung, gefüllt mit Tod und Verlust, Millionen Tränen und den düsteren Schatten des Seins, welches seine unbarmherzigen Arme um die Zukunft schlingt.
Musikalisch bewegen sich TREES OF ETERNITY gar nicht so weit weg von Juhas Hauptband Swallow The Sun. Hour Of The Nightingale brilliert, neben dem Gesang, in erster Linie mit der unverkennbaren Gitarrenarbeit von Juha. TREES OF ETERNITY sind weniger heftig, mit einem dunklen Touch Alternative Rock, wie man ihn bei Antimatter findet, was insbesondere beim Opener My Requiem und Eye Of Night zum Tragen kommt. Interessanterweise klingt das nachfolgende Condemned To Silence gar nicht nach den Briten, obwohl Mick Moss hier als Duett-Partner fungiert. Und er ist nicht der einzige. Auch Nick Holmes gesellt sich dazu und leiht Gallows Bird seine Stimme.

Hour Of The Nightingale ist ein wundervolles musikalisches Kleinod, ein tragisch schönes Album. Wenn auch kein Meilenstein der Musikgeschichte, so bleibt es doch als Vermächtnis unantastbar. Ruhe in Frieden Aleah. Möge deine Seele am Sternenhimmel all denen, die dich lieben Trost spenden. 

Too late you're calling out my name
To raise me up out of my grave
Alive in memory I'll stay
If you shun these waters where I lay