Wie
zum Teufel soll man bloß den Sound von THE MEADS OF
ASPHODEL beschreiben? Wer sie kennt weiß, daß
THE MEADS OF ASPHODEL einzigartig sind, einfach unbeschreiblich.
Wer die Briten nicht kennt, bekommt mit Sonderkommando eine
faustdicke Überraschung. Entweder man mag sie oder man
kann sie nicht ausstehen. Ihr Humor ist schwärzer als schwarz
und eben sehr Britisch, fast wie Monty Python. THE MEADS
OF ASPHODEL gibt es seit 17 Jahren, und Sonderkommando
ist die fünfte Langrille, neben einigen Splits, Demos und
EP's. Sonderkommando ist entstanden, nachdem Metatron
(Hauptverantwortlicher für die Band) Ausschwitz besucht
hat. Das gesamte Album dreht sich um das Thema 2. Weltkrieg
und Konzentrationslager. Einige Erzählungen auf dem Album
wurden direkt dort aufgenommen. Die Liste der Gäste auf
Sonderkommando ist recht lang: da hätten
wir zum Beispiel Mirai von Sigh, Mories von Gnaw Their Tongues,
Rob Miller von Amebix und andere. Die Musik tingelt von Black
Metal bis Blues, Opern Gesang und einem kurzen Dance Song (Children
Of The Sunwheel Banner, Part 1), gesprochenen Worten und
Filmzitaten – alles bunt durcheinander gemischt, ohne
viel Konsistenz. Ein paar gute Songs sind auf dem Album, Wishing
Well Of Bones, The Mussulmans Wander…, generell
jedoch wurde auf Sonderkommando zuviel gewollt, ist das Album
zu verschachtelt und daher nicht gerade einfach zu hören.
THE MEADS OF ASPHODEL sind definitiv gute Musiker, die
Produktion und der Sound sind gut, aber in diesem Fall verderben
zu viele Köche den Brei.