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Lange hatte man nichts mehr von den beiden Bandköpfen Azhemin
( bass, vocals, syths ) und Sami ( guitar ) gehört. Dann kam mir
zu Ohren, das sie eine EP veröffentlicht haben, die aber gar nicht
so einfach zu bekommen ist. Verstärkt mit Teemu Laitinen ( drums
) und Tomi Ullgren ( lead guitar ) haben THY SERPENT
hier ein wahres Wunderwerk abgeliefert. Was soll ich sagen ? Mein
erster Impuls war, alle Leute rauszuschmeißen, die Tür verriegeln
und hemmungslos anfangen zu heulen. Death
ist so was von traurig und düster. Es schnürt einem schier das
Herz zusammen. Man möchte in Tränen zerfließen, eins werden mit
seinen Träumen und Sehnsüchten, der Welt seinen Schmerz herausschreien.
Wie einsam, verlassen und trostlos müssen finnische Nächte sein,
um eine derartige Musik zu schreiben? Auf dieser EP findet man
nach wie vor den typischen THY SERPENT Sound,
dennoch hat man diesmal beinahe auf alle Black Metal relevanten
Elemente verzichtet. Und wer noch den Vorgänger Christcrusher
im Ohr hat, weiß, daß THY SERPENT auch schon
früher ihren Black Metal besonders düster zelebriert haben. Es
ist schwer die Musik genau zu beschreiben. Diverse Schubladen
passen einfach nicht. Die Band nun in die Gothic Ecke zu drängen
wäre definitiv zu einfach und paßt auch nicht wirklich, wenn man
gewisse Einflüsse auch nicht absprechen kann. Der Gesang wechselt
zwischen cleanen Passagen und Growls. Die Stücke bewegen sich
alle im Mid-Tempo-Bereich, sind druckvoll und unglaublich intensiv.
Der dritte Track Sleep in Oblivion startet aggressiver,
driftet aber nicht in blackmetallisches Geprügel ab. Eine hervorragende
Arbeit wird hier mit den Keyboards geleistet. Sie unterlegen die
Songs mit einem dichten Klangteppich, ohne das es aber übertrieben
kitschig oder gar hymnenhaft klingt. Dieser Klangteppich vermag
einen einzufangen und mitzunehmen, wohin auch immer... Leider
ist Death nur 22,25 Minuten lang und man wird doch recht abrupt
aus seinen Gedanken gerissen. Man kann sich diese Platte aber
getrost 4, 5 mal hintereinander anhören, ohne das sie langweilig
wird. Wer also vorzugsweise in blackmetallischen Gefilden wuselt,
nix gegen düstere Gothic Einflüsse hat und noch eine stimmungsvolle
Untermalung sucht, um bei diesem Wetter todtraurig die Regentropfen
an der Scheibe zu zählen, der sollte sich Death
wirklich zulegen. Auf einen nächsten Longplayer haben wir sicherlich
noch eine kleine Ewigkeit zu warten.
Trackliste:
Deathbearer ; Wounds Of Death ; Sleep In Oblivion ; Parasites
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