THYRGRIM
habe ich seit einigen Jahren auf dem Schirm, seit ich sie in
der guten alten Heimat in Münster im kleinen Club Tryptichon
gesehen habe. Damals gab es mit Winterhall erst
eine Veröffentlichung, inzwischen sind THYRGRIM
mit Monument bei Nummer drei angekommen. Und diese
Nummer drei ist nicht ohne.
Die nach dem mäßig interessanten, düster klingenden
Intro folgenden sechs Stücke werden abwechselnd dem Unterthema
"Monument des Kämpfens" bzw. "Monument des
Sterbens" zugeordnet, was neben dem jeweiligen Inhalt der
Lieder auch deren wechselnde musikalische Ausrichtung zur Folge
hat.
Die "geraden" Nummern sind passenderweise eher gradliniger,
schneller Black Metal mit leichten thrashigen Einflüssen,
insbesondere Endzeit geht richtig gut vorwärts und
bringt das heisere Geschrei von Frontmann Kain gut zur Geltung.
Die Tracks mit ungerader Nummerierung nehmen die meiste Zeit
über deutlich das Tempo raus, Akustikgitarren finden Verwendung
und statt aggressiver Stimmung werden melancholische Töne
angeschlagen. Mit Zwielicht, das von einem feinen Akustikthema
geprägt ist und dem einzigen nicht auf Deutsch gesungenen
Stück Bare Döden, in dem die Akustikgitarre
Solo und darauf aufbauend am Ende das Outro des Tracks übernimmt,
finden sich in diesem Teil auch die stärksten Lieder des
Albums.
Nachdem mit dem siebten Stück eigentlich schon die Zeit
des Abschieds eingeläutet wurde, folgt als Dreingabe mit
Bevor Ich Gehe doch noch ein schepperndes und krachendes
Outro; eine angenehme Überraschung quasi einen kompletten
Extra-Song anstelle eines langsamen Keyboard-Gedudels (was zumindest
ich meistens befürchte wenn schon "Outro" dransteht
;) ) zu bekommen!.
Fazit: An die Klasse von z.B. Lunar Aurora, Helrunar oder Geist
kommen THYGRIM noch nicht ganz heran, aber mit Monument
ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan - insgesamt
ein starkes und durch die Aufteilung in die sich abwechselnden
Unterthemen abwechslungsreiches Album.