Die
erste Textzeile auf diesem Album lautet: I hate the world,
myself and I…die lyrische Richtung ist also schon
mal klar; ein bisschen Blut am Cover und im Booklet bedienen
das Klischee ebenso wie Titel der Marke When Angels Die
oder Hate Anthem – die Old School Fanatiker unter
uns werden sich aber auch musikalisch freuen: die Gitarren sind
nämlich in den Keller gestimmt, die Songstrukturen einfach
nachvollziehbar und die Refrains simpel.
Es bleibt - Gott sei Dank (oder eher in Teufels Namen) - ein
bisschen Spielraum für rhythmische Abwechslung, die zwar
prozentuell kaum ins Gewicht fällt, aber für den Gesamteindruck
ungemein wichtig ist, dem Sound der Band doch eine interessante
Note hinzufügt und somit eine nuancierte eigene Färbung
verpasst. Schleppende Passagen wie der Beginn von Embodiment
Of Chaos tun der Abwechslung gut, werden aber für meinen
Geschmack zu selten in den Einheitsbrei gemischt. Bei erwähntem
Stück machen THY FINAL PAIN allerdings alles richtig,
denn die heftig treibende Musik, die auch einen schleifenden
Touch besitzt und rhythmische Akzente setzen kann, fährt
sofort direkt in die Nackenwirbel. Auch das beinahe swingende
Titelstück sammelt akustisch Pluspunkte, wirkt aber letztendlich
zu gewöhnlich, um ein absoluter Knaller zu sein.
An Eingängigkeit mangelt es dieser Veröffentlichung
nicht, aber an heraus stechenden Songs, die eine Metal-Band
dringend braucht.
Für mich schmeckt
Of Life And Death zu bieder nach Hausmannskost,
ohne überraschende Zutaten, die mir ein Aha-Erlebnis
bescheren würden. Diese Platte will aber nicht vordergründig
neue Akzente setzen, sondern huldigt lieber amerikanischen
Vorbildern wie Morbid Angel oder Six Feet Under in ansprechender
Form.
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