THUNDERSTONE - The Burning
Label: Nuclear Blast
Release: 12.01.2004
Von: Alex
Punkte: 8,5
 
Jetzt, da Tolkki sich von Kotipelto und Michael getrennt hat, was bleibt in Zukunft für Stratovarius? Wenn Tolkki was im Kopf hätte, sollte er sich schnellstmöglich den Namen Pasi Rantanen für den Platz hinterm Mikro anchecken, und als zweiter Mann an der Klampfe auch Nino Laurenne besorgen, dessen Band hier mit The Burning ihr bereits zweites Album präsentiert. Und gutes Futter für's Metalherz gibt es hier, das kann ich euch versprechen. Zwar unterscheidet sich die Stimme des Herrn Rantanen ganz spürbar von der von Koti, allerdings zum Besseren, wage ich zu behaupten, da viele Kotis Stimme in den höheren Tonlagen etwas zu anstrengend fanden. Derartigen Tendenzen neigt der gute Pasi aber völlig ab. Aber werde ich nun werde ich so nett sein und damit aufhören, die Bands miteinander zu vergleichen? Sicher. Es schien mir nur ein sehr passender Zufall. Was ich damit meine ist einfach dies: Tolkki und Co. müssen wohl aufpassen, denn Herr Laurenne und Co sind ebenso reif und schön geworden wie sie.

Ich hab' mir das Debüt irgendwie entgehen lassen. Dies muss ich wohl aufholen. Peinlich, da ich jetzt über den Zweitling so erstaunt bin. Eigentlich tut sich nichts Neues. Aber es geht darum wie sie es tun... egal ob sie das Gaspedal völlig durchtreten (Break The Emotions, Tin Star Man) oder ob sie etwas schleppend zu Werke gehen (Until We Touch The Burning Sun, Mirror Never Lies). Mit dabei ist auch eine Quasiballade (Sea Of Sorrow, bei dem die Stimme von Pasi besonders gut durchkommt). Ok, es gibt wirklich nicht viel zu sagen über diese Stilart von Metal. Wer's einmal hört... ihr wisst. Aber, dann hilft's doch, dass man in Finland die Produktion eines Silberling zu einem Handwerk in sich entwickelt hat. The Burning ist in Ninos eigenem Studio Sonic Pump aufgenommen worden, und natürlich im Finnvox gemastert. Letztendlich bekommen wir ein Produkt das überzeugt, und das einen neuen Fan in mir gewonnen hat. Besonders Break The Emotions, Until We Touch The Burning Sun, und Sea of Sorrow gefallen mir sehr. Bleibt spannend zu sehen, ob sie sich noch weiterentwickeln werden, und ob sie die Anerkennung bekommen, die sie verdienen.

Thunderstone