THULCANDRA
sind vermutlich bereits durch ihr Debüt Liebhabern schwedisch
angehauchten melodischen Black/Death Metals ein Begriff geworden,
haben sie doch vor gar nicht langer Zeit mit Fallen Angel's
Dominion ein Debüt abgeliefert, das stilistisch
unglaublich nah an Dissections Sound Anfang/Mitte der 1990er
war - und wenn man mal nicht daran erinnert wurde, dann klangen
deren Kollegen wie Necrophobic durch.
Und auch mit dem neuen Werk Under A Frozen Sun
bleibt das Trio (allesamt übrigens auch in der vorrübergehend
- vermutlich wegen des Erfolgs mit THULCANDRA - stillgelegten
Pagan Band Helfahrt vertreten) diesen Vorbildern treu. Anders
jedoch als auf dem Vorgängeralbum, das phasenweise schon
übertrieben nah an den legendären Schweden war, haben
THULCANDRA inzwischen einen etwas eigenständigeren
Stil gefunden, sie klingen nun etwas weniger nach einer Dissection-Tribute
Kapelle denn nach einer Band, die sich hauptsächlich in
der Tradition dieses 1990er Black/Death Stils sieht. Angefangen
beim Opener In Blood And Fire liefern THULCANDRA
eine gute Dreiviertelstunde nordisch-klirrende Kälte mit
allem was dazu gehört: Punktgenaues und pfeilschnelles
Drumming, eindringliche Leadgitarren, düstere und trotzdem
mitreissende Riffs.
Dazu passt wie die Faust aufs Auge, dass das Album, (wenn schon
nicht Dissection oder Necrophobic gewählt wurden), mit
einem Cover einer weiteren Legende der 90er, den vor wenigen
Jahren reanimierten Unanimated, sein Ende nimmt - ein passender
Schlusspunkt für ein starkes Album in bester melodischer
Black/Death Tradition.