Mit
Zwischen Asgard & Midgard knüpfen THRUDVANGAR
nahtlos am Vorgänger an. In epischer Breite und mit hochgereckten
Fäusten donnern Viking-Hymnen über einen hinweg, verbreitet
eine faszinierende Düsternis die perfekte Atmosphäre,
um auf Bifröst zwischen den Welten zu wandeln.
Jeder Song ist schon in sich alleine sehr abwechslungsreich,
dicht und spannend aufgebaut; von rasenden Black Metal Attacken
über akustische Parts bis hin zu sehr langsamen Düster-Passagen
ist alles dabei, was das Pagan-Herz begehrt. Und trotzdem ist
Zwischen Asgard & Midgard in seiner Gesamtheit
homogen, fließend, wirkt nie überladen. Der rote
Faden ist immer präsent. Die Gitarren stehen noch ein bisschen
mehr im Vordergrund, als noch bei Wahall, und
die Keyboards wurden noch ein Stückchen weiter in den Hintergrund
geschoben. Die mittelalterlich angehauchten Instrumente bleiben
nach wie vor dezent und setzen gekonnt Akzente. Das macht Zwischen
Asgard & Midgard noch ein bisschen härter und düsterer,
als den Vorgänger. Perfekt dazu passt Matzes tiefe und
rauchige Stimme (keine cleanen Vocals mehr), die den deutschen
Texten eine harsche Note verleiht.
Einen einzelnen Song herauszupicken ist schwer, da sich alle
acht Kompositionen auf einem gleich hohen Level befinden. Heimwärts
vielleicht? Oder das unglaublich drückende und nackenbrechende
Runenstein? Das epische Zwei Raben? Oder doch
den 8 Minuten lange Abschlusstrack Frostland? Das ganze
Album ist einfach grandios!
THRUDVANGAR liefern mit Zwischen Asgard & Midgard
einmal mehr ein Kleinod heidnisch-metallischer Liederkunst ab
und dürfen es sich verdientermaßen und ruhigen Gewissens
auf dem Ahnenthron gemütlich machen ;)