Man
ist es ja gewöhnt, dass Begleitschreiben gerne weit ausholen
und ein wenig übertreiben. Man kennt auch Bandinfos nach
denen man deren CD’s sofort müsste. Leider kennt
man aber auch solcherlei Papierwerk, das mal wieder völlig
daneben liegt. Hier soll ein solcher Fall geschildert werden.
THORONDIR. Zunächst klingt ein Name aus der Welt
Tolkiens schon mal gut. Dann ein Label, man darf also erwarten,
nicht mit einer Proberaum Demo beglückt zu werden und dann
die Beschreibung eines Sounds aus melodischen Gitarren, zarten
Keyboards und klassischem Death Metal. Schwierig sich so etwas
vorzustellen und auch nach dem Genuss der CD kann ich es immer
noch nicht. Womit wir es hier zu tun haben, ist eher ein klassischer
Abguss der Großen ihres Genres, nur in schlechter Qualität.
Die Melodien der Gitarren sind meist recht unspektakulär
oder langweilig, die Keyboards sind nicht sanft oder zart, sondern
eher episch und auch das Highlight der CD. Die Lyrics über
die Natur und die Götter sind wohl eher aus dem Hause Equilibrium
und auch nicht gerade ausgefeilt. Der Gesang hat mit klassischem
Death Metal nichts zu tun und auch der Sound der CD ist nicht
gerade berauschend. Alles in allem muss man leider sagen, dass
die CD bis auf wenige Momente (z.B. Refrain von Mit Erhobenem
Horn) nicht gelungen ist. Hier sollte ein Blick nach Deutschland
ins Lager von Black Messiah geworfen werden, die für diesen
Stil momentan als Referenz dienen können.