STEVE THORNE – Part 2: Emotional Creatures

 
Label: InsideOut
Release: 30.03.2007
Von: moonchild
Punkte: 10*/10
Time: 54:28
Stil: Progressive Artrock
URL: Steve Thorne
 
Mit Spannung und hohen Erwartungen habe ich auf die Veröffentlichung des zweiten Albums Part Two: Emotional Creatures von Singer/Songwriter STEVE THORNE gewartet. Es hat länger gedauert als ursprünglich gedacht – kein Wunder, ist THORNE doch ein hoffnungsloser – äh -voller Perfektionist und er wollte nahtlos an die Linie und Qualität des Part One anknüpfen.
Um den Sound leichter an Part One anzulehnen, ist dieses Mal wieder eine illustre Gesellschaft an Gastmusikern an der Einspielung des Albums beteiligt. Darunter fast alle, die THORNE auch beim letzten Album unterstützt hatten, erweitert durch Namen wie z.B. Gavin Harrison (Porcupine Tree/Blackfield). Doch die meisten Instrumente hat THORNE wieder selbst gespielt.
Im Ganzen ist Part Two: Emotional Creatures eine Nuance düsterer geworden, obwohl die Melodien wieder wunderschön, teilweise zuckersüß und nicht allzu vertrackt, aber sehr vielschichtig sind.
Die teils filigranen, dann aber auch wieder kräftigen und akzentuierten Songs erzeugen wieder Atmosphären und Gefühle, die in der Musik ihresgleichen suchen.
Ein in seinen Arrangements sehr progressives Instrumental (Toxicana Apocalypso) zeigt zu Beginn einmal mehr den unbändigen Ideenreichtum STEVE THORNEs. Crossfire, ein Song über ein en Besuch in einem Memorial Hospital, verbreitet mit einfach schönen Melodien eine so unendlich traurige Stimmung, und lassen das desolate Gebäude regelrecht vor einem auftauchen. Ein überragendes Gitarrensolo schließt diesen Song erlösend ab. Zwei sphärische Instrumentals (6am(Your Time)/Solace) in der zweite Hälfte des Albums lassen einen Träumen und Hoffnung schöpfen, um dann in die beiden wahrscheinlich bittersten Songs (The White Dove Song/Sandheads) überzuleiten und das Album im letzten Song mit einer Melodie abzuschließen, die wir schon aus Emotional Creatures: Part One kennen.

Das exzellente Songwriting, der gefühlvolle Gesang, die einmalige Instrumentierung und die manchmal fragmentarisch wirkenden, eigenwilligen Lyrics des STEVE THORNE lassen wie erwartet ein großartiges Album entstehen, das mindestens eine ebenbürtige Fortsetzung des Part One darstellt. Ich kann dieses Album allen empfehlen, die das erste Album mochten und die mit außergewöhnlichem Songwritermaterial, schönen Melodien und virtuosen Instrumentalisten etwas anfangen können.