Was
lange währt wird endlich gut? Nach ihrem Debüt wurden
THORIUM schon zum besten Newcomer auf dem Metalmarkt
anno 2000 gehandelt. Der zweite Longplayer Unleashing
The Demons wollte 2002 nicht so richtig durchzünden
und jetzt, nach einer Reifezeit von sechs Jahren, wird wieder
dänischer Todesstahl exportiert. Zeit genügend hatte
der Dänen-Fünfer ja...
Ein Blick aufs Cover… und ja – da lächelt der
Pinselstrich vom Meister Dan Seagrave! Hach, wie schön
:) Da kann sich schon fast jeder denken, was sich hinter dem
Cover verbirgt und entfesselt werden will: Death Metal der alten
Schule lässt sich halt nicht in Ketten legen! Und diese
eisernen Fesseln zu sprengen ist für die Feral Creation
ein Einfaches. Das mag sicher daran liegen, dass THORIUM
teilweise auf altbewährte und hier und da schon gehörte
Riffs und Breaks setzen, allerdings passt die Mixtur aus altem
Stahl mit neuem Anstrich wie die Faust aufs Auge. Dadurch wird
zwar nicht jeder Song zum ultimativen Schädelspalter wie
sie Epidemic Skeleton oder Unbound sind, um eine
ordentliche Druckwelle aus den Boxen zu ballern reicht es aber
bei jedem Song. Die Garanten dafür lassen sich einfach
festmachen: Die Vocals von MHA erinnern mich stark an die von
Gorefest’s Jan-Chris, druckvoll tief und verständlich,
die Songs pendeln in ausgewogenem Maße zwischen Mid- und
Uptempo und die Produktion aus den Schwedischen Berno Studios,
in denen auch schon Amon Amarth oder The Haunted ihre Killer
eingespielt haben, tritt Feral Creation noch mal
kräftig in den Arsch und macht es zu dem, was es auch sein
soll: ungezähmt! Unter uns Metalheads: Auch wenn THORIUM
nicht die Band ist, auf die die Metalwelt bewusst sechs Jahre
gewartet hat, alles andere als die Geburt der Feral Creation
nach dieser Inkubationszeit wäre eine Enttäuschung
gewesen.