THINE EYES BLEED – In The Wake Of Separation

 
Label: Candlelight Records
Release: 04.07.2005
Von: BRT
Punkte: 8,5/10
Time: 36:33
Stil: Death Metal
URL: Thine Eyes Bleed
 

Warum der von At The Gates Slaughter Of The Soul und/oder Carcass Heartwork ins leben gerufene Sound heutzutage Metalcore heißt, mag wohl an der style-bedingten Uncoolness des Death Metal Labels liegen, vermutlich kann man damit eher die Kids kapern.
Auch die kanadischen THINE EYES BLEED liegen in Punkto Coverart eher in Metalcore Nähe, mit ihrem fast unleserlichen Schriftzug besuchen sie eher blackmetallische Untiefen, doch der Sound ist 100% Prozent Göteborg inspirierter Metal, was zweistimmige Gitarren, Leads, rasende Geschwindigkeiten und geschrubbte Midtempo- BayArea-Thrash Anleihen angeht.
Metalcore ist nicht mal der Gesang, dieser könnte ein etwas sehr heiserer Tomas Lindhberg sein, was hier allerdings der große Negativpunkt dieser Platte ist, an dem fast hysterischen Gekeife ändert sich in den 36 Minuten fast nichts, kann also schon mal sehr nervtötend sein. Irgendwie konnte das Herr Lindhberg besser.
Mit zunehmender Spielzeit werden die Parallelen zu den letzten beiden At The Gates Veröffentlichungen immer offensichtlicher und die Ideen der Nachfolgeband The Haunted sind auch nicht ganz von der Hand zu weisen, so das man hier definitiv nicht von einer originellen Band sprechen kann, keine Frage die Songs haben Druck, Aggression und ne Menge Hass gefrühstückt, sind abwechslungsreich und überraschen dann auch hin und wieder mal mit etwas ungewohnter klingenden Parts, so dass man trotzdem insgesamt von einer sehr gelungenen Veröffentlichung sprechen muss. 8,5 Punkte, aber beim nächsten Mal etwas mehr Originalität, bitte.