Warum der
von At The Gates Slaughter Of The Soul und/oder Carcass Heartwork
ins leben gerufene Sound heutzutage Metalcore heißt, mag
wohl an der style-bedingten Uncoolness des Death Metal Labels
liegen, vermutlich kann man damit eher die Kids kapern.
Auch die kanadischen THINE EYES BLEED liegen
in Punkto Coverart eher in Metalcore Nähe, mit ihrem fast
unleserlichen Schriftzug besuchen sie eher blackmetallische
Untiefen, doch der Sound ist 100% Prozent Göteborg inspirierter
Metal, was zweistimmige Gitarren, Leads, rasende Geschwindigkeiten
und geschrubbte Midtempo- BayArea-Thrash Anleihen angeht.
Metalcore ist nicht mal der Gesang, dieser könnte ein etwas
sehr heiserer Tomas Lindhberg sein, was hier allerdings der
große Negativpunkt dieser Platte ist, an dem fast hysterischen
Gekeife ändert sich in den 36 Minuten fast nichts, kann
also schon mal sehr nervtötend sein. Irgendwie konnte das
Herr Lindhberg besser.
Mit zunehmender Spielzeit werden die Parallelen zu den letzten
beiden At The Gates Veröffentlichungen immer offensichtlicher
und die Ideen der Nachfolgeband The Haunted sind auch nicht
ganz von der Hand zu weisen, so das man hier definitiv nicht
von einer originellen Band sprechen kann, keine Frage die Songs
haben Druck, Aggression und ne Menge Hass gefrühstückt,
sind abwechslungsreich und überraschen dann auch hin und
wieder mal mit etwas ungewohnter klingenden Parts, so dass man
trotzdem insgesamt von einer sehr gelungenen Veröffentlichung
sprechen muss. 8,5 Punkte, aber beim nächsten Mal etwas
mehr Originalität, bitte.