Wenn
Samoth seine Finger im Spiel hat, dann klingt das Ergebnis meist
recht vertrackt und anspruchsvoll. So verhält es sich auch
mit THE WRETCHED END, auf Inroads finden
sich verspielte Stücke in der Schnittmenge von atmosphärischem
Black Metal und rhythmischem Death Metal.
Flirrende Gitarren, bellend-aggressiver Gesang und fließende
Taktwechsel bestimmen das Bild, dazu servieren uns die Musiker
stimmungsvolle, meist recht dunkel-düstere Keyboardtöne
zur Intensivierung. Hymnische Gitarrenleads bereichern das vielseitige
Spektrum des Openers Tyrant Of The Mountain. Auch in
weiterer Folge wechseln sich kopflastige Instrumentalachterbahnfahrten
und eingängige Takte ab, um eine Allianz von Komplexität
und Eingängigkeit zu schließen. Beschwörende
Stimmen verfinstern den Horizont während Deathtopian
Society, um von schwerfälligen Schleifrhythmen in die
Schranken gewiesen zu werden.
Düstere Sounds im Hintergrund und ein toller Headbang-Rhythmus
machen etwa das treibende Death By Nature zu einem treffsicheren
Nackenbrecher. Zwar klingen die Gitarren verspielt und experimentierfreudig,
aber der Gesamteindruck ist äußerst kompakt, direkt
und wenig komplex. Du meine Güte, das knallt richtig rein…Musik
ist einfach die beste Droge!
Ein bisschen schräger und abgefahrener geht es dann bei
Cold Iron Soul zu, die Grenzen der nervigen Selbstdarstellung
werden jedoch nicht überschritten, auch ein kleiner Schuss
Düsternis darf’s wieder sein.
Kurz darauf wechseln sich leicht chaotische Black-Metal-Sequenzen
und beinhart rollende Death-Rhythmen fließend ab und überreizen
während The Haunting Ground die Geschmacksnerven.
Recht hektisch und zerfahren, beinahe beklemmend präsentiert
sich das opulente Stück Fear Propaganda, von dem
trotzdem ein sperriger Reiz ausgeht.
Spannend und mit der besten Melodie ausgestattet, erfreut hernach
Blackthorn Winter mit überraschenden Wechseln, zurückhaltenden
Elementen und heroischem Klargesang. Das mächtige Hunger
pendelt wiederum zwischen nackenfreundlich stampfenden Drums
und dezent verrückten Arrangements; der Abschlusstitel
Throne Renowned Of Old bietet dann moderne Stimmexperimente
und geht mit getragenen Takten recht harmonisch aber unspektakulär
zu Ende.
Inroads legt eher Wert auf drückende und
mehr oder weniger vertrackte Rhythmik, offeriert aber in geringen
Mengen auch schöngeistige Melodik. Durch dieses Wechselspiel
ergibt sich eine gute Mischung aus sperrigem Anspruch und bodenständiger
Heaviness, gewürzt mit teils schrägen Einschüben.