THE WAKE – Ode To My Misery

 
Label: Spikefarm
Release: 03.11.2003
Von: Psycho
Punkte: 7.5/10
Time: 41:49
Stil: Melodic Death Metal
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Auch auf die Gefahr hin, als reaktionär und altmodisch zu erscheinen, aber diese junge finnische Band macht nun wirklich keine Musik, die es vor einigen Jahren nicht auch schon gegeben hätte: melodischer Death Metal, der irgendwo in der Schnittmenge zwischen In Flames und Dark Tranquility liegt, um jetzt einfach mal ein paar Hausnummern zu nennen. Wer aus diesem Bereich alle qualitativ guten Produkte haben muss, der braucht jetzt gar nicht mehr weiterlesen, denn THE WAKE machen ihre Sache für ein Debüt mehr als gut und können mit Ode To My Misery bereits in Schlagdistanz zur Pole Position aufrücken.

Allen anderen sei gesagt, dass ich gerade in diesem Genre einigen frischen Ideen sehr positiv gegenüber stehen würde, dieses Album aber aufgrund der tollen Melodien und stimmigen Songs trotzdem zu überzeugen vermag. Besonders auffallend hier: das sehr schöne Deep Silent Dead, welches einfach klasse gemacht ist und extrem professionell klingt. Aber auch der schnelle Opener Murder One ist hochwertiges Bangerfutter und geht verdammt schnell ins Ohr. Das Tempo wird insgesamt recht geschickt variiert und gerät bei den schnellen Passagen nie in den unübersichtlichen Bereich, wozu die transparente und druckvolle Major-Produktion das ihrige dazu tut.

Weiterhin auffällig ist auch der häufige Einsatz der Leadgitarre als melodieführendes Instrument, sowie das wohltuende Fehlen jeglicher Keyboards. Leider geht dem Vierer zum Schluss etwas die Puste aus, obwohl mit Like A Fallen Angel noch ein weiteres, gut gemachtes Stück vorhanden ist. Insgesamt betrachtet hapert es auf jeden Fall an der einen oder anderen Stelle noch mit der eigenen Identität, was aber durch die gute Gesamtperformance wieder leicht kaschiert wird. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Band darauf aufbauen und nicht genau die gleiche Richtung weiterverfolgen wird, sondern den Mut zu neuen Einflüssen aufbringt. Denn sonst könnte die nächste CD vielleicht doch etwas langweilig werden. Ein ansprechender Anfang ist aber definitiv gemacht!