Im Mittelpunkt des Schaffens bei THE MOTH GATHERER steht eindeutig die Kreation einer stimmungsvollen Dichte; meistens mischen sich in den ausschweifenden Liedern positive Schwingungen mit Wut, Trauer oder Verzweiflung, wobei die dunkleren Emotionen durch eine herzliche Gesangsdarbietung kanalisiert werden.
Sehr gut integrieren die Musiker elektronische Elemente, die bereichernd und absolut unaufdringlich durch die Stücke geleiten. Schwere Riffs und bedrückende Parts vermengen sich mit zauberhaft schwebenden Melodien, die zusammengenommen ein sowohl melancholisches als auch erhebendes Gesamtgefüge ergeben.
Minutenlange Instrumentalteile schwellen intensiv an wie gewaltige Ozeanwellen, durchbrochen von herzzerreißenden und sparsam eingesetzten Vocals; elektronisch intonierte Gelassenheit trifft auf aufbrausende Riffwände, die die aufkommende Schwermut rasant zerschmettern.
Die sanften Töne lassen dich wie in einem breiten Strom dahingleiten und vermitteln eine unendliche Leichtigkeit. Bestes Beispiel hierfür stellen die reduzierten Zwischentöne in Utopia dar, die immer wieder von klaustrophobischen Stimmen und stoisch zermalmenden Riffs abgelöst werden. Bedrohliche Klangschichtungen beherrschen das behäbig kriechende The Failure Design, ehe das Epos Phosphorescent Blight Trance-ähnliche Kreationen ausrollt und diese mit cool rollenden und teils rockigen Nuancen kombiniert.
THE MOTH GATHERER bewegen den Zuhörer auf Esoteric Oppression mit manchmal unangenehm beklemmenden, dann wieder harmonisch gleitenden Melodiebögen und erschaffen so ein stimmungsdivergentes Spannungsfeld. Bitte nehmt euch ein ruhiges Stündchen Zeit und taucht in gehaltvolle Klangozeane ab!