Ich
muss gestehen, ich habe schon sehr lange nicht mehr so seelenlose,
kraftlose und ehrgeizlose Musik zu hören bekommen.
THE MARIGOLD’s letzte Veröffentlichung
Divisional ist ein 39:05 Minuten
Trip der Langeweile. Tausendmal gehörte Gitarrenriffs,
vorhersehbare Rhythmuswechsel und pure Abgestumpftheit verhindern
jedwede klare Ausrichtung auf diesem Album.
Ich habe den Eindruck, das man hier einfach ein paar Lieblingsriffs
und Parts von diversen Metal Alben und späten 90iger Alternative
Songs zusammengestückelt hat und dieses Machwerk nun als
etwas Neues und Eigenes ausgibt.
Wieso versucht der Sänger nachzuäffen, was Dax Riggs
schon bei Acid Bath besser hinbekommen hat? Geht es nur mir
so oder versucht der tatsächlich jeden Ton bei Refrain
und Intro genauso zu kopieren?
Nach den ersten beiden Songs (Bodypart, Melanie) war
ich bereits zu Tode gelangweilt. Hab es dennoch versucht und
weiter gehört… Der dritte Song Tried enthält
zumindest einen langsamen Wechsel, gefolgt vom lahmen Versuch
einen Höhepunkt zum Ende hin aufzubauen. Und wieder haben
es THE MARIGOLD verrissen. Ich höre zwei
unterschiedliche Stimmen, eine Menge Gitarrengeschrabbel, aber
irgendwie keinen Inhalt. Hier verläuft einfach alles im
Sande.
Der vierte Song Nada macht es nicht besser. Ein sich
wiederholendes Riff, das gar nicht mal sooo schlecht ist, dann
aber tief fällt… in die endlosen Abgründe des
Missbrauchs. Da hatten sie es schon… und sind wieder daran
gescheitert, irgendwas an der Musik zu bewegen, zu ändern,
weiter zu entwickeln. Alles bleibt stets derselbe Scheiß.
Ich bin mir sicher, dass es trotzdem wieder genug Leute geben
wird, die dieses Machwerk und THE MARIGOLD
lieben werden. Die meisten Bands mit einem Deal und Veröffentlichungen
dieser Art haben eine gewisse Fanbase. Naja, da bin ich mir
fast sicher.
Ich hoffe, beim nächsten Mal machen es die Jungs besser
und können sich selbst beweisen. Für heute find ich
die leider einfach nur statisch.