THE
LAST WARNING spielen die perfekte Musik zum Autofahren und
Headbangen :) Sie bleiben jederzeit eingängig und haben
den einen oder anderen hitverdächtigen Refrain mit im Gepäck.
Die Stimmen gestalten sich variabel zwischen rauem, kratzigem
Timbre und einer recht angenehmen klaren Färbung. Leichte
Anleihen beim Hardcore sind bei der Vokalakrobatik und in der
Melodieführung auch zu erkennen, man höre als Beispiel
das corige We All Are Murderer.
Thrashige Metalsounds behalten aber zum Großteil die Oberhand
und die Band schüttelt sich einige fabelhafte Leadgitarrenmelodien
aus dem Ärmel, die immer wieder sehr gelungen etwa während
des Stückes Lash aufblitzen. Das Tempo bewegt sich
oft im mittelschnellen Bereich, manchmal treten THE LAST
WARNING aber auch aufs Gaspedal und schalten eine bis zwei
Gänge höher.
Im Großen und Ganzen dominiert eine gut strukturierte
Mischung aus thrashigen Riffs und rhythmischen Teilen zum Mitwippen
oder Headbangen. Die gutklassigen Refrains machen manche handwerklich
kompetent in Szene gesetzten Kompositionen gar zu richtigen
Ohrwürmern. Diesbezüglich sei nur das mit einem teils
geflüsterten Text versehene Buried Alive, das locker-flockige
Collapse oder das wuchtige When Angels Fall genannt.
Mir macht Elegance Of Bloodiness einfach Spaß
– beim Autofahren muss ich nur immer wieder aufpassen,
dass ich es mit dem Spaß nicht übertreibe :) Übrigens:
die Musik funktioniert bei einem Konzert prächtig, ich
konnte es schon miterleben!