Ein Album beginnt mit Glockenschlägen in geisterhafter King Diamond-Manier, düstere Keyboards ziehen im Hintergrund wie Nebelschwaden vorbei. Dann, urplötzlich tauchen donnernde Drums, melodische Gitarren und eine harsche Stimme auf, die Stimmung kippt ins Bedrohliche. Wie ein Bulldozer nimmt der eröffnende Titelsong Fahrt auf, ballert so richtig herzerfrischend drauflos, integriert später schwere, corige Rhythmen und hochmelodische Gitarrenlinien. Der Wechsel zwischen rollenden Riffs und satten Blasts gelingt auch im weiteren Verlauf flüssig. Die zähen Doom-Einschübe und variablen Doppel-Vocals ergeben ein teils schleifendes, teils angriffslustiges Gesamtkonstrukt, das unaufhörlich alles niederwalzt. Der Sound ist klar und transparent und bringt die rhythmusfokussierten Genickbrecherriffs gut zur Geltung. Man fühlt sich bei diesem nostalgischen Klangvolumen sofort heimisch und bekommt bei den Six Feet Under- oder Asphyx-mäßigen Songs schlichte Groove-Monster serviert, die durch sanfte Melodik (das instrumentale Embers Of Humanity) fein kontrastiert werden. Meist schraubt uns dieses Werk aber gnadenlos die Rübe ab - das ist der Rhythmus, wo der Headbanger einfach mit muss! Überraschungen gibt es selten, doch zb der Klargesang bei Merchants Of Bloodshed kommt nicht nur unerwartet, sondern auch verdammt cool rüber, gerne mehr davon, das erinnert wohltuend an God Dethroned auf Passiondale. Das unwiderstehlich walzende Dying Alive knallt wie eine Urgewalt archaisch über uns hinweg, im Fokus steht eine geradlinige, kompromisslose Präsentation mit einigen akustischen Überraschungen.
TERMINAL NATION konzentrieren sich auf tödlich treffende Grooves, halten melodische Leads im Hintergrund bereit und setzten mit dem teils gewöhnungsbedürftigen Gesang Akzente auf diesem bodenständigen Headbangerwerk.
Empfohlen für Fans von: Asphyx, Six Feet Under, Crowbar, God Dethroned, Baest, Lay Down Rotten
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