Den
Metalcore neu zu erfinden, ist ja bekanntlich nicht leicht -
THESE BROKEN REMAINS versuchen es auf ihrem
ersten Release. Allerdings bleibt es auch nur bei diesem Versuch.
Von den Jungs aus Tallinn/Estland kommt nichts Neues. Vielmehr
gewinnt man den Eindruck, dass sich der Fünfer musikalisch
erst finden muss. Meiner Meinung nach kann es daran nicht liegen,
dass die Combo „erst“ seit 2005 in dieser Formation
zusammenspielt. Trotz 2-jährigen Bestehens kommt der Metalcore
recht unerfahren rüber. Musikalisch sind sicherlich verschiedene
gute Ansätze zu erkennen, zumindest fängt No
Forever After mit dem Intro Enola Gay und
dem Opener It Doesn’t Take A Mastermind To Spraypaint
A Ceiling recht viel versprechend an. Allerdings ist hier
bereits die eingeschränkte musikalische Bandbreite erkennbar.
Größtes Manko bildet der Gesang. Dieser hält
sich überwiegend in keifenden Tonlagen auf. Werden die
Stimmbänder zu arg strapaziert, wechselt Vocalist Mihkel
Pent in cleane Vocals über. Mit dem richtigen Stimmvolumen
wäre das sicherlich auch eine gute Entscheidung. Bei 200
Tons Of Patience wird dieses Manko richtig deutlich. Zurück
zu den Ansätzen: Empire Of Lies bspw. hat Potential,
der Song treibt, lädt zum moshen ein, birgt akzeptable
melodiöse Parts wird aber durch die Vocals entwertet. Gleiches
gilt für Chlorine For Our Gene Pool. Auf diesem
Level reicht es für THESE BROKEN REMAINS
zu diesem Zeitpunkt nur für eine Positionierung im unteren
Ranking.