THE BLACKOUT ARGUMENT – Remedies

 
Label: Lifeforce
Release: 06.02.2009
Von: Bulletrider
Punkte: 5.5/10
Time: 40:23
Stil: Melodic Hardcore/Rock
URL: The Blackout Argument
 
Konzeptalben tauchen in der Musiklandschaft ja immer wieder auf. Eines über die Bachblüten, denen in der Homöopathie ja heilende Wirkung nachgesagt wird, dagegen, ist wohl bisher einzigartig. So verstehen die Münchener von THE BLACKOUT ARGUMENT ihr Album auch als Heilmittel (Remedy bzw. Remedies in diesem Fall) für all die persönlichen und alltäglichen Kämpfe, die man in der heutigen Zeit Tag für Tag mit sich und der Welt auszufechten hat.
Musikalisch umgesetzt sind diese Remedies mit einer Mischung aus melodischem Hardcore neuerer Schule und leicht poppigem Alternative Rock. Um hier direkt mal ein paar größere bzw. bekanntere Namen fallen zu lassen - Vergleiche mit älteren Boysetsfire und Rise Against sind durchaus erlaubt und gewollt.
THE BLACKOUT ARGUMENT bieten auf Remedies recht kurzweilige Unterhaltung. Die Songs pendeln recht gekonnt zwischen der härteren Seite des Hardcore und leicht melancholisch angehauchtem Alternativerock hin und her. Ihr Handwerk verstehen die Jungs auf jeden Fall und man kann durchaus spüren, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. Leider bleiben allerdings nur wenige der Songs wirklich im Ohr hängen, es fehlt mir irgendwie etwas die Abwechselung. Sicher – die Songs haben schon ein gutes Maß an Energie und Gefühl, doch der „Wow“ Effekt bleibt - zumindest bei mir – aus. Irgendwie hat man all das schon mal gehört.
Remedies ist beileibe kein schlechtes Album. Wenn die Jungs auf die Tube drücken und mit aggressiven, mehrstimmigen Crowdshouts um die Ecke kommen, gefällt mir das schon ausgesprochen gut und man ist fast automatisch dabei, die Fäuste in die Luft zu reißen und mitzubölken. Im Gegenzug aber gehen mir die häufigen melancholischen Passagen ob des achso verzweifelten Gesangs doch einigermaßen auf die Nerven und lassen den Wunsch nach mehr Hardcore Einschlag aufkommen. So der Geldbeutel es hergibt, ist Remedies für Fans des Genres bestimmt eine ganz nette Sache und ich sehe auch schon begeisterte weibliche Fans auf und ab hüpfen, aber Leute, die ein wirklich nachhaltiges Album ohne Abnutzungserscheinungen suchen, sollten erstmal ausgiebig Probe hören und dann entscheiden, ob man auf dieses Heilmittel wirklich angewiesen ist.