Industrial
metal as its best! Angefüllt mit aggressiven Gitarrenriffs
und dynamischem Drumming kreieren die Texaner NOCTURNE
mit ihrem vierten Album Guide To Extinction
eine explosiv-erotische Mischung mit tief-leidenschaftlichen
lyrischem Konzept, welches die Wut aus persönlichen Beziehungskatastrophen
mit diversen anderen Abgründen kombiniert. Im Unterschied
zu anderen, ähnlich gelagerten Bands kann hier Sängerin
Lacey Conner mit ihrer stimmlichen Vielfalt überzeugen,
die mit tiefen Growls schrille Fröhlichkeit verbreitet,
mal schreit oder mit verführerischem Geflüster verzaubert.
Da sollte für jeden musikalischen Geschmack etwas dabei
sein. Die Energie von NOCTURNE’s Sound
kommt ohne Zweifel von Mastermind und Gitarist Chris Telkes,
der mit seinen erfinderisch angelegten Akkorden in Songs wie
Indulge und Cocaine Sex über die üblichen
technischen Mittel im Industrial/Metal hinausgeht.
In vielerlei
Hinsicht eigenwillig, hat sich die Band dem Industrial Sound
verschrieben, der aber nur ein stilistisches Mittel auf dem
aktuellen Album ist. Aber ist das deshalb eine neue Ausrichtung
im Metalzirkus? Vielleicht liegt’s an der destruktiven
Energie, mit der man Guide To Extinction
aufgenommen hat. Dann jedenfalls haben NOCTURNE
einen wirklich guten Job gemacht. Diese treibende Energie wurde
nicht nur in die Aufnahmen gesteckt, sondern auch in das Songwriting,
wie z.B. bei Passion, Nothing und No Way
Out. Melodisch wundervoll, mit ’nem Hang zu Coal
Chamber’s Wut und der hypnotisch-mystischen Essenz von
White Zombie, überbrücken NOCTURNE
jede Lücke zu jeder Art neuem musikalischen Bewusstsein.
Ein in jeder Hinsicht gutes Album!