Während
ich die unheilvolle atmosphärische Anmut der neuesten MANDRAKE
Veröffentlichung Calm The Seas
in mich aufnehme, verleiht das Wetter draußen dem Hörgenuss
ein besonders intensives Gefühl. Ich muss sagen, das ist
schon ein zusätzlicher Bonus! Außerdem haben MANDRAKE
ein besonders melodisches Gefühl für das unabänderliche
Schicksal. Ich wette, so was hätte auch gern der Vampir Lestat
gehört, als er seine Story geschrieben hat. Der kombinierte
Gesang von Birgit Lau und Sänger/Gitarist Lutz de Putter
passt wirklich gut zu den Harmonien der Band, welche ein wenig
Licht in die düstere Schwermütigkeit dieser vampirischen
Atmosphäre vergießen. Die Stimme von Birgit Lau erinnert
mich an Lorena McKennitt und trifft Madonna bei The Reason
If Not Far To Seek. Ihre Stimme fließt ganz weich bei
Soaked Through The Skylight ein, während Lutz de
Putter growlt und die Seele des Hörers in ein Grab erotischer
Dunkelheit entführt. Die Texte sind in einer Weise inszeniert,
für die MANDRAKE ja bekannt sind. MANDRAKE
sind weder harsch noch seltsam exotisch, sie sind ziemlich einzigartig
in ihrer Art. Essential Trifles erinnert mich irgendwie
an Madonna’s Frozen, nur mit einem mystischen Sound. Die
Band hat ein enormes Potential in der Rhythmus Fraktion, bestehend
aus Garvin Bösch (Bass) und Jörg Röttger (Drums),
die solch eine innige und raffinierte Kadenz kreieren. Neben den
ergreifenden gotischen Klangfarben verleiht Keyboarder Bernd Auermann
mit seinen fantasievollen Melodie dem Ganzen eine Atmosphäre,
die so passend für MANDRAKE ist. Das Gefühl
von Calm The Seas ist überwältigend
und fließt sanft, während die Aufnahmen elegant vollendet
wird. |