HYDROGYN – Deadly Passions

 
Label: DR2 Records
Release: 20.06.2008
Von: Joking
Punkte: 6.5/10
Time: 41:40
Stil: Heavy-Rock
URL: Hydrogen
 
Eigentlich ist mit der Stilbezeichnung Female Fronted Heavy-Rock schon alles gesagt. Auch wenn „einer der bekanntesten Produzenten – Michael Wagener“ behauptet „HYDROGEN is going to be big, very big...“ stellt sich die Frage, warum das so sein sollte? Julie Westlake ist eine ordentliche Sängerin, nicht ganz so prollig und aufdringlich wie Doro Pesch, sondern mit einer wandlungsfähigen Stimme versehen, die von soliden Musikern grobschlächtig, aber mit Power begleitet wird. Das musikalische Material ist gediegen, aber nicht sonderlich aufregend. Allerwelts-Hardrock wie es ihn seit Beginn der 80er in zigfacher Ausfertigung gibt. Geht locker zum einen Ohr rein und auf der anderen Seite wieder raus. Nicht wirklich schlecht, aber vielfach zu belanglos, um auf Dauer haften zu bleiben. Dem ordentlichen Kracher Rejection zum Einstieg folgen noch ein paar ähnliche, aber keineswegs bessere Varianten, bis das Alanis Morissette-Cover You Oughta Know aufhorchen lässt. Ist mal was anderes, auch wenn dem Original außer einem Plus an Härte wenig Veränderung zuteil wird. Völlig in die Hose gegangen ist Serquil mit seinem nervigen Refrain. Positive Ausnahmen vom zu gleichförmigen Gebolze sind die Halbballade Candles Light Your Face, in entsprechender Kitschstimmung der süßliche Feuerzeugschwenker Shallow und als Überraschung der abwechslungsreiche Uptempo-Bonustrack I Know. Unterm Strich bleibt Deadly Passions ein Album, dem man ein paar Momente geteilte Aufmerksamkeit widmen kann, das aber wenig Langzeitwirkung verspricht.