Was zur
Hölle ist denn mit HUMAN PESTICIDE passiert?
Vom alten Line-Up ist nur mehr Sänger Christian übrig,
der die Band nun als Trio weiterführt. Vom coolen Groove-Death
Metal der alten Releases ist so gut wie nichts geblieben, stattdessen
ist die Band auf die langsam überstrapazierte Speed-Welle
aufgesprungen und muss darum wie verrückt durch die Gegend
blasten. Das Ganze klingt leider völlig chaotisch und orientierungslos,
was nicht zuletzt am Sound liegt, der an die vorherigen Releases
Hateful Visions und Endless
Hunting nicht heranreicht. Das überdominante
Schlagzeug verdrängt die matschigen Gitarren, die irgendwo
im Hintergrund umherwabern, und die Snaredrum klingt wie ein
umgedrehter Joghurtbecher, der mit Bleistiften bearbeitet wird.
Hinzu kommt, dass sie bei den zahlreichen Blastbeats unpassenden
Lautstärkeschwankungen ausgesetzt zu sein scheint und manchmal
komplett aussetzt.
Gesanglich bedient man sich größtenteils dieser Frosch/Schwein-Mixtur,
was heutzutage wohl als brutal bezeichnet wird. Songstrukturen
sind so gut wie keine zu erkennen und ich kann mir auch nicht
vorstellen, dass diese Songs live gut funktionieren. Tut mir
leid Jungs, aber so cool eure alten Sachen waren, so nervig
sind die neun Stücke auf Mutilated In A Bathtub.