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THE
HOUSE OF USHER legen mit Inferno / L'enfer ihr
viertes reguläres Album in zwölf Bandjahren vor, und um es mit
einem Wort zu sagen: Es ist gut! Die Mannen um Sänger Jörg Bartscher-Kleudgen
haben keinen rasanten Stilwechsel hingelegt, sondern das, was
sie können, verfeinert. Sie spielen immer noch Gothic Rock, der
beim ersten Hören recht unspektakulär klingt und seine Wirkung
beim genauen - und mehrmaligen - Zuhören entfaltet. Dichte, melodiöse
Songs haben THE HOUSE OF USHER geschaffen, die anders als
bei früheren Veröffentlichungen schneller zum Refrain kommen und
deshalb kompakter wirken. Geblieben ist die markante und ungewöhnliche
Stimme von Sänger Jörg, der manchmal vorgeworfen wird, dass sie
nicht professionell genug sei. Aber genau das macht ihren Reiz
aus, sie klingt halt nicht wie schon 100mal gehört. Trotz der
Gothic-Rock-typischen Stilelemente wie dem markanten Bassspiel,
den verhaltenen Rockgitarren und der dunklen Stimme wirkt
Inferno/L'enfer nicht x-beliebig, sondern frisch und lebendig.
Dazu tragen sicher auch der erstmalige Einsatz eines echten Schlagzeugers
und einer weiblichen Stimme bei. THE HOUSE OF USHER sind
weit entfernt von aufgesetzten Klischees, das haben sie gar nicht
nötig. Ihre schöne Musik spricht für sich. Und als Schmankerl
gibt's noch ein mystisches Hörspiel als 13. Stück dazu. Anspieltipps:
Crisis, As I Shall Thee Enlighten und One Of
A Million.
The
House Of Usher
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