THE HOUSE OF USHER - Inferno / L'enfer

  
  

 

Label: Équinoxe

Release: 2002

Von: Demone

Punkte: 8,5

THE HOUSE OF USHER legen mit Inferno / L'enfer ihr viertes reguläres Album in zwölf Bandjahren vor, und um es mit einem Wort zu sagen: Es ist gut! Die Mannen um Sänger Jörg Bartscher-Kleudgen haben keinen rasanten Stilwechsel hingelegt, sondern das, was sie können, verfeinert. Sie spielen immer noch Gothic Rock, der beim ersten Hören recht unspektakulär klingt und seine Wirkung beim genauen - und mehrmaligen - Zuhören entfaltet. Dichte, melodiöse Songs haben THE HOUSE OF USHER geschaffen, die anders als bei früheren Veröffentlichungen schneller zum Refrain kommen und deshalb kompakter wirken. Geblieben ist die markante und ungewöhnliche Stimme von Sänger Jörg, der manchmal vorgeworfen wird, dass sie nicht professionell genug sei. Aber genau das macht ihren Reiz aus, sie klingt halt nicht wie schon 100mal gehört. Trotz der Gothic-Rock-typischen Stilelemente wie dem markanten Bassspiel, den verhaltenen Rockgitarren und der dunklen Stimme wirkt Inferno/L'enfer nicht x-beliebig, sondern frisch und lebendig. Dazu tragen sicher auch der erstmalige Einsatz eines echten Schlagzeugers und einer weiblichen Stimme bei. THE HOUSE OF USHER sind weit entfernt von aufgesetzten Klischees, das haben sie gar nicht nötig. Ihre schöne Musik spricht für sich. Und als Schmankerl gibt's noch ein mystisches Hörspiel als 13. Stück dazu. Anspieltipps: Crisis, As I Shall Thee Enlighten und One Of A Million.

The House Of Usher