Auf diesem Album tut sich extrem viel, daher ist die Stilbezeichnung Death Metal eigentlich viel zu eng gehalten. Aufgrund von der Bandbreite an Stimmungen und Tempi gelingt es den Musikern rund um Ralf Hauber (auch bei Revel in Flesh aktiv), die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.
Die erdige Produktion verleiht Serpent‘s Curse ein herrlich modriges Old-School-Feeling, die Scheibe klingt aber dennoch voll und transparent.
Wie gesagt toben sich die Herren hier nach Belieben aus und alles an Metal-Elementen wird in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt – und heraus kommt eine Menge an schleimigen, packenden, tiefschwarzen und variablen Todessongs, die mich nicht kalt lassen.
Eine fröstelnde Horror-Atmosphäre prägt den ersten Ohrwurm und Titelsong Serpent‘s Curse, bei dem neben aller räudigen Planierraupenrhythmik eine Prise an hymnischer Melodik der Sonderklasse und mitreißende Headbangerriffs ihre Plätze finden. Kurz und knapp knallt die Bandhymne Heads For The Dead mit unmenschlichen Schreien garniert aus den Boxen und versprüht ein enthusiastisches Punk-Flair, lässt aber auch ein paar Keyboardtupfer zu, um obendrauf eine Prise an höhnisch wirkender Harmonie einzustreuen. Dann schlagen die Musiker mit der Doom-Metal-Keule kräftig zu und braten uns Deep Below im pechschwarzen Ambiente mit schleifenden Monsterriffs ein paar über die Rübe.
The Awakening glänzt gar mit einem Hauch an orientalischer Aura und giftiger Refraineingängigkeit, der Gate Creeper heißt uns in seinem Reich inmitten grooviger Riffs, stampfender Effektivität und doomiger, melodischer Schwere willkommen.
Jedes Stück könnte hier ob des Abwechslungsreichtums lobend erwähnt werden – und das allerbeste ist, dass am Ende nichts wie zufällig oder chaotisch zusammengesetzt wirkt, sondern trotz der Variabilität eine stimmige, aufregende und absolut faszinierende Mixtur entsteht, die den Hörer auf eine wahre Achterbahn der finsteren Gefühle mitnimmt und zwischen harmonischen Melodien, bleierner Finsternis und coolen Refrains hin und her reißt. Zudem schaffen es HEADS FOR THE DEAD, wirkliche Hits ohne platte Eingängigkeit zu schreiben und sind dabei abgrundtief böse sowie höllisch fies! |