Um das Urteil
unprofessionellerweise mal vorwegzunehmen: So muss cooler Power
Metal klingen und nicht anders! Das waren auch meine ersten
Gedanken zu HEIMDALL’s Werk Hard
As Iron, wobei ich zuerst - obgleich des kitschigen
Titels und der geographischen Nähe zu Bands a la Rhapsody
- Befürchtungen hatte, wurden diese schnell zerstreut,
geht man meiner Meinung nach doch eher in die Richtung von Doomsword
und mischt diese hin und wieder mit typisch italienischen und
auch deutschen Elementen. Man umschifft Kitsch und Pathos extrem
leicht und schafft es, eine knallige Mischung herzustellen,
die erhaben wirkt, leicht episch und dabei dennoch genug Zug
nach vorne hat, um nicht in seichte Gewässer abzudriften.
Dazu kommt noch der geniale Sänger, der sowohl in normalen
als auch etwas höheren Tonlagen jederzeit Herr der Lage
ist und den Songs mit seiner Stimme das gewisse Etwas verleiht,
wodurch das gesamte Album eine ganze Klasse angehoben wird.
Über die komplette Strecke der CD hinweg mehren sich dann
zwar noch die typisch heimischen Elemente noch etwas, so dass
es schon klar wird, dass es sich um eine italienische Band handelt,
dennoch verfällt man niemals in Stereotypen, sondern gibt
dem Ganzen eine eigene Note und heraus kommt dabei ein sehr
eigenständiges Album, welches nicht nur von Italo-Metal
Fans angetestet werden sollte.