HEATHEN FORAY – The Passage

 
Label: Black Bards
Release: 24.04.2009
Von: Psycho
Punkte: 7/10
Time: 43:23
Stil: Pagan Metal
URL: Heathen Foray
 
HEATHEN FORAY aus Österreich existieren gerade mal zwei Jahre und haben doch schon bereits ihre Debüt-CD am Start. Das ging ja ganz schön schnell, und dafür ist das Gebotene mehr als ordentlich: ziemlich klar produzierter Pagan Metal mit dem hörbaren Bestreben, aus jedem Song eine kleine Hymne zu machen. Fast ständig werden die Riffs von Leadgitarren begleitet, und auch so kommen die Soli nicht zu kurz.
Leider muss ich aber trotzdem sagen, dass bei mir von dem Gebräu nicht viel hängen bleibt, den im Bereich des melodischen Pagan/Viking Metal arbeiten irgendwie fast alle Bands mit den gleichen Art der Melodieführung, und daran haben HEATHEN FORAY natürlich auch nichts geändert.
Immerhin wird zwischendurch recht ordentlich auf's Gaspedal gedrückt, und technisch kommt die Musik auch sauber rüber. Verschmerzen kann man sicherlich auch, dass Sänger Robert Schroll das Album über meistens auf die gleiche Weise grollt, damit steht die Band schließlich nicht alleine dar. Das unüberhörbare Manko an The Passage ist hingegen die mangelnde Originalität bzw. das Fehlen eines eigenen Stils. Ganz ehrlich: warum soll man sich eigentlich das Album kaufen, wenn man schon alles von z.B. Ensiferium oder Equilibrium im Schrank stehen hat?
Sicherlich sind Tracks wie Chants, Northstar oder Ancient Secrets für sich betrachtet durchaus als gelungen zu bezeichnen, aber das ändert nichts an den genannten Kritikpunkten. Positiv sei jedoch vermerkt, dass die Band das Niveau die gesamte Spielzeit über halten kann. Mit Wolkenbruch gibt es auch ein deutschsprachiges Stück, ansonsten setzt sich das Stück allerdings nicht sonderlich vom restlichen Material ab.
Summa summarum ergibt das für mich ganz knappe 7 Punkte, wobei ich denke, dass hier noch einiges an Entwicklungspotential vorhanden ist.