HEATHEN
FORAY aus Österreich existieren gerade mal zwei Jahre
und haben doch schon bereits ihre Debüt-CD am Start. Das
ging ja ganz schön schnell, und dafür ist das Gebotene
mehr als ordentlich: ziemlich klar produzierter Pagan Metal
mit dem hörbaren Bestreben, aus jedem Song eine kleine
Hymne zu machen. Fast ständig werden die Riffs von Leadgitarren
begleitet, und auch so kommen die Soli nicht zu kurz.
Leider muss ich aber trotzdem sagen, dass bei mir von dem Gebräu
nicht viel hängen bleibt, den im Bereich des melodischen
Pagan/Viking Metal arbeiten irgendwie fast alle Bands mit den
gleichen Art der Melodieführung, und daran haben HEATHEN
FORAY natürlich auch nichts geändert.
Immerhin wird zwischendurch recht ordentlich auf's Gaspedal
gedrückt, und technisch kommt die Musik auch sauber rüber.
Verschmerzen kann man sicherlich auch, dass Sänger Robert
Schroll das Album über meistens auf die gleiche Weise grollt,
damit steht die Band schließlich nicht alleine dar. Das
unüberhörbare Manko an The Passage ist
hingegen die mangelnde Originalität bzw. das Fehlen eines
eigenen Stils. Ganz ehrlich: warum soll man sich eigentlich
das Album kaufen, wenn man schon alles von z.B. Ensiferium oder
Equilibrium im Schrank stehen hat?
Sicherlich sind Tracks wie Chants, Northstar oder Ancient
Secrets für sich betrachtet durchaus als gelungen zu
bezeichnen, aber das ändert nichts an den genannten Kritikpunkten.
Positiv sei jedoch vermerkt, dass die Band das Niveau die gesamte
Spielzeit über halten kann. Mit Wolkenbruch gibt
es auch ein deutschsprachiges Stück, ansonsten setzt sich
das Stück allerdings nicht sonderlich vom restlichen Material
ab.
Summa summarum ergibt das für mich ganz knappe 7 Punkte,
wobei ich denke, dass hier noch einiges an Entwicklungspotential
vorhanden ist.