HATEBREED – Hatebreed

 
Label: Roadrunner Records
Release: 02.10.2009
Von: the.wangacopta
Punkte: 8.5/10
Time: 42:26
Stil: Metalcore
URL: Hatebreed
 
Nach 15 erfolgreichen Jahren HATEBREED darf man sich auch mal durchaus selber auf die Schulter klopfen! Und mit stolz geschwellter Brust polarisiert das self-titled 5. Studioalbum als absoluter Pflichtkauf schon beinahe penetrant das Blickfeld eines jeden Kaufwilligen! Einmal HATEBREED immer HATEBREED. Das gilt nicht nur für die über Jahre hinweg gewachsene Anhängerschaft, nein, natürlich auch für den immer noch immensen Wutklumpen im Bauch der Jungs aus Connecticut. Man könnte dem Irrglauben frönen und in den Tonnen von runtergeprügelten Shows ausreichend Frustabbau für den Verfall in eine gewisse Eindimensionalität und „Verharmlosung“ vermuten. Jaja, könnte man… Stattdessen beackern Jasta und Co. andere Spielwiesen und ver“hatebreed“en Genreklassiker von Misfits, Agnostic Front, Slayer und anderen Szenerecken auf dem erst kürzlich erschienenen For The Lions. Man könnte meinen, dass dieser Ausflug den Anstoß gegeben hat, um einen Wimperschlag später mit Hatebreed die Brutalitäts- und Identitätsskala noch weiter auszuloten zu können. Fette Mosh- und Knochenbrechertracks wie Become The Fuse oder Everyone Bleeds Now gibt’s genauso auf die Nuss wie die typisch planierenden HATEBREED Pit-Hymnen oder wütende Metal-Attacken (Between Hell And Heartbeat, Hands Of A Dying Man). Aber es hat sich auch etwas geändert! Was die Spatzen schon von den Dächern geträllert haben, setzt Jasta um: Er entdeckt sein mächtiges Organ für HATEBREED neu und fügt ab und an Gesangslinien ein. Der Übersong In Ashes They Shall Reap wird vielleicht auch genau deswegen zum Übersong, Every Lasting Scar deswegen zum absoluten Gassenhauer in Ryker’s oder Sick Of It All Manier. Völlig ohne Vocals überzeugt Undiminished wiederum als düstere instrumentale Talfahrt, No Halos For The Heartless pflügt in die komplett entgegengesetzte Richtung und setzt auf eine einfräsende Hookline mit dem gewissen Feuerzeug-Effekt für Gigs. Aber keine Angst: die ungewohnten Elemente ergänzen den Sound bestens und sollten spannungsgeladene Vorfreude und Interesse in jedem Fan entfachen! Und wie ich schon sagte: Einmal HATEBREED, immer HATEBREED!